Onkyo EQ 540

30.09.2026 18:45 (zuletzt bearbeitet: 01.10.2026 11:22)
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#1
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Kein Verstärker, aber m.E. der passendste Ort für ein kleines Review dieses
Equalizers, der damals wohl das Spitzenmodell von Onkyo war.

Aufbauend auf einer kleinen Diskussion über Equalizer und deren Verwendung, habe ich mir drei dieser Geräte ausgeborgt, um nach 40 Jahren zu erfahren, was sich bei diesen Effektgeräten getan hat, da ich meinen letzten EQ vor dieser Zeit bei Tandy gekauft hatte. Und der rauschte vernehmlich, wenn man ihn zwischen Vor und Endverstärker einsetze, da die Endstufe seine Rauschspannung stets ungedämpft ertragen musste.

Heute sind die Geräte etwas besser, aber eben nicht rauschftei, obwohl die Specs das vermuten lassen.

Warum ist das so?
Der Rauschabstand wird bei diesen Geräten immer mit einem Bezugsmaß von 1V oder mehr gemessen, wenn alle Regler "flat" stehen. Das tun sie aber nicht, da man sowas sonst gar nicht brauchen würde. ;)

Vor allem aber bedeutet dieses eine Volt eff., dass zu diesem Zeitpunkt der daran angeschlossene Endverstärker entweder voll, oder nahezu voll ausgesteuert wird, was ein praxisftremdef Zustand ist.
Hört man mit vielleicht ein bis zwei Watt, was anscheinend mache Leute machen, dann sind wir etwa bei 100 mV.

Daher habe ich die S/N Messungen am Onkyo mit 1V und 0,1V als Bezug gemessen, um schnell ohne Taschenrecher die Werte zu erhalten.

Bevor es aber so weit war, mussten kosmetische Arbeiten daran gemacht werden, da er lange im Lager Stand.
Verglichen habe ich den Onkyo mit einem großen Gerät von Technics, wobei die Ergebnisse ähnlich ausfielen.

Beide Geräte erreichen in Neutralstellung eine Verstärkung von "eins", die hier in der Praxis aber 0,2 dB
darunter lag.... geschenkt.

Bei dieser Gelegenheit das "neue" GW-Instek Scope etwas länger getestet.....Alles gut. Es gibt z.B. auch einen relativ hochauflösenden Frequenzzähler, der oben eingeblendet wird, wenn man das möchte.
Außerdem 10 Speicher für Sestups.

Einige Regler des EQ wollten gespült werden, und im Bereich des NT gab es Hotspots , die etwas Lot haben wollten.
Prinzipiell aber alles ok.


Direkt hinter der Front befindet sich noch ein weiteres board.


Wie auch beim Technics, kann man drei Quellen schalten. Das verspielte peak hold Display hat bestimmt seine Freunde gehabt.



Aber wie "gut" ist so ein Gerät?

Frequenzgang in Nullpos.:




Mit kurzgeschlossenen Eingängen und allen Reglern in "flat" Position, messe ich am Ausgang

7 µV unbewertet, und gerade mal 1,5µV bewertet (rms), Das ist sehr wenig und das meiste stammt aus dem Netzteil. ( 50 und 150 Hz Komponente)

FFT der Netzstörungen @ 1V (1KHz) :
Das sind extrem gute Werte, auch weil das Gerät selbst jetzt keine Verstärkung besitzt.

Unter diesen, wenn auch praxisfremden Bedingungen, werden -102 dB , Bzw. -116 dBA erreicht.



Reduziert man den Eingangspegel und somit den Ausgangspegel auf 100mV , werden noch
-81 dB bzw -96 dBA erreicht, was immer noch überdurchschnittlich ist.

THD & N , 1KHz, 1V : 0,0007% (22KHz) , und bezogen auf 100mV immer noch 0,004%
Sehr gut.


Das ändert sich jedoch, wenn man die Schieberegler verwendet
Das Eigenrauschen des EQ steigt nicht nur dann, wenn man ein Band "verstärkt" , sondern auch dann, wenn man es dämpft, was viele nicht auf dem Schirm haben. Und weil das mit Zahlen alleine schwer nachvollziehbar wird, jabe ich ein Video gedreht.

https://streamable.com/s4d9oy

Die NF des EQ wird wie man an den Netzstörungen hören kann, stark verstärkt... Wesentlich stärker als es mit einem Endverstärker der Fall ist. Es dient der Demonstration.


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01.10.2026 15:04
avatar  wdjn
#2
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Ich hab ja n JVC AX-R742 der hat auch ein EQ verbaut aber mir ist bislang kein Rauschen aufgefallen.

Sind also vorhandene Regelungen (manche haben ja auch nur Bass, Höhen und zum Teil Mitte) besser im Amp?


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01.10.2026 17:57 (zuletzt bearbeitet: 01.10.2026 18:51)
avatar  Scope
#3
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Das liegt vor allem daran, dass der Equalizer wie jede Klangregelstufe dann vermutlich vor dem Lautstärkeregler (nicht unmittelbar vor dem Endverstärker) eingesetzt wird.

Dadurch ändern sich die Verhältnisse der Signale zueinander.


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01.10.2026 18:44
avatar  wdjn
#4
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Ja das ergibt Sinn.


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