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Restek V2A
Diese Restek V2 hat sich ein Bekannter irgendwo im Internet als Defektgerät gekauft, und bat mich das Gerät zu reparieren.
Die Betonung liegt dabei auf dem Wort "reparatur", was nicht mit Begriffen wie Modifikation, Restauration, oder Revision zu verwechseln ist.
Wäre es mein Gerät, und würde ich diese Vorstufe "lieb haben", würde ich vermutlich etwas anders Vorgehen. Eine Modifikation würde ich aber
auch dann nicht durchführen, da ich -dezent formuliert einfach nicht dahinter stehe.
Die V2 ist über 40 Jahre alt, was man ihr auch ansieht. Es gibt keine Fernbedienung, und keine umfangreichen Anschlussmöglichkeiten.
Das zierliche Erscheinungsbild mit den Maßen einer kleinen Zigarrenkiste muss man mögen.
Was die Verarbeitung betrifft, ist die V2 weitgehend gut, und die Messwerte sind auch heute noch sehr ordentlich, was auch dem guten NE5534
zu verdanken ist. Ein paar an einer Hand abzählbare "Foren Spinner" wollen zwar erhört haben, dass man mit diesem heute preiswerten OPA praktisch
nicht Musikhören könne, aber man muss ja nicht auf jeden esoterischen Unfug reagieren. ;)
Letztendlich habe ich mehr ausgewechselt , als ich eigentlich vor hatte, eine Revision ist es aber dennoch nicht geworden, denn das setzt voraus, dass sowas auch bezahlt werden will.....Eigentlich nur verständlich.
Fehlerbeschreibung: Phono nur ein Kanal....kann ja nicht viel sein....
Wie immer fängt man mit der Kontrolle trotzdem erst mal im Hochpegelbereich an, und da ergab sich dieses "Bild":
Beide Kanäle gleichermaßen betroffen. Bevor ich mit weiteren Messungen an den OPA fortfahren konnte, verbrannte ich mir rein zufällig an einem 5534 die Finger. Das war aber kein OPA, der jetzt direkt im Signalweg lag, sondern einer aus dem Rec Amp.
Also gleich beide IC im Rec Amp erneuert und mit Fassungen versehen.
Auch ohne gesteckte IC im Rec Amp, war die Störung bereits verschwunden, da die Rückwirkung auf den Signalpfad nicht mehr bestand.
Eigentlich "schade", dass jetzt gerade die beiden OPA zum OPA-Rolling vorbereitet wurden, die man im normalen Hörbetrieb gar nicht braucht. 
....Schicksal. 
Zwar sind alle Boards aus Epoxy, aber trotzdem sehr empfindlich. Wer keine gute Pumpe und/oder wenig Erfahrung hat, wird einiges auf den Boards demolieren, so wie man es auch irgendwer in der Vergangernheit an diesem V2 geschafft hat. 
Auf der Rückseite kann man "phones level" und "output level" über vier Piher Trimmer regeln. Zwei davon fehlen samt Steckachse, und samt den Leiterbahnen. Sie wurden irgendwann mal gebrückt, was jetzt wieder rückgängig gemacht wird.....Auch wenn die immer auch "max" stehen, sollten sie m.M.n wie im Originalzustand vorhanden sein..... Ansichtssache. Die Achsen hat heute (fast) keiner rumliegen....Musste ich bestellen.
Die Bahnen werden geflickt
Die Vorstufe gestaltet sich übersichtlich. Die beiden Relais für den Ausgang 1&2 habe ich bereits erneuert, das Relais des KHV ebenso. Im Bild ist noch das Original relais zu sehen. Alle Relais waren "eigentlich" noch gut, wurden aber vorsorglich erneuert, da sie im Alter oft ausfallen.
Nachdem der REc. Amp erneuert war, ging ich zur Phono (MM) Sektion über, und auch da wurde einer der 5534 sehr schnell zu warm. Ausserdem fehlte der Linke kanal. Nun hätte icjh -für mich- vermutlich alle alten 5534 gegen neue ausgewechselt, aber wir sprechen hier von immerhin 8 Stück, die unter erschwertenb Bedingungen entnommen werden müssen. Hier geht es nicht ums Material, sondern um den Aufwand, also die ZEIT!
Nach IC-Wechsel spielte auch Phono MM tadellos, soweit man das auf dem Schirm erahnen kann....Genaues wird dann erst die Vermessung zeigen.
Ein Kanal der Ausgangsstufe, die über zwei antiseriell verschaltete 220µF und eine darüber geschaitete 1µ Folie zu den Ausgangsrelais führt:
Nun genießen diese alten Roederstein Elkos nicht den besten Ruf, aber es kommt anscheinend stark darauf an, unter welchen Bediungungen sie "alt" geworden sind.
Ich habe einige entnommen, geprüft, und wieder eingesetzt, da sie "perfekt" sind.
Bei diesen beiden hätte ich beinahe zwei modernen Low-ESR Typen eingesetzt, aber .....Ich stehe einfach nicht dahinter ;)....Sie erreichen gute Werte und halten mit aktueller Neuware mit. Erst (ausgesuchte) low ESR-Typen haben dann tatsächliuch einen etwas niedrigeren ESR, von dem man hier aber einfach nicht profitiert.
Einer der 220er ROE @ 1KHz 

MM oder MC wird über einen Drehschalter gewählt, der auf der Unterseite des Gerätes über eine Achse betätigt wird....Zumindest dann, wenn die Achse vorhanden ist. ;)
Der Schalter wurde zudem irgendwann mit dem Lötkolben "fixiert", damit er zusammen bleibt...Das hält zurzeit, wird aber später mit einer selbstgemnachten Achse und Epoxy zusätzlich verklebt, so das man wieder zwischen MM & MC wählen kann.
Auf dem MC Steckboard tummeln sich fast 30 Elkos, von denen einige in der Regel undicht sind. Diese Elkos lassen sich nur sehr schwer auslöten, da sich das Lot durch das Elektrolyt verändert, und sehr schlecht aufschmelzen lässt. Ich musste hier einige (wenige) Augen "aufgeben", konnte aber alles wieder flicken. Da die 220µF Elkos sehr flach sein müssen, musste ich vorhin passende bestellen.
Links im Bilde der noch nicht voll bestückte MC Verstärker.
Ein "Highligt" ist bei dieser Vorstufe das Lautstärkepoti. Zwar bekommt man heute für viel Geld "Besseres", aber bereits mit diesem Poti braucht man keine hohen Abweichungen im Gleichlauf befürchten.
Es rastet so hart und grob wie ein "Stepped Attenuator" , ist aber keiner.
Messungen gibts hier in ein paar Tagen auch noch.
Heute habe ich mir den MC Verstärker vorgenommen, und mit neuen Elkos bestückt.
Undicht waren hier nur die 100µF Typen. Da sich aber das Elektrolyt auchg unter einige 220er gezogen hat, musste ich bis auf die vier
Roederstein alle auswechseln. Nach einer genaueren Untersuchung der Platine, stellte sich heraus.....
....dass sie schlichtweg kaputt ist. 
Kein "pieps" auf beiden Seiten, nur ein wenig Aktivität beim Offset.
Etliche Transistoren zeigten bereits eine deutlich grüne Bedrahtung. Der Komponententeser attestierte von Doppeldiode bis "gar nichts"
Der Fraß ist vermutlich in die Bauteile gewandert und hat so einige Transistoren zerstört.
Dazu kommt eine mittlerweile arg demolierte Platine, die stellenweise doch schon stark verrottet ist.
Das konnte ich in stundenlanger Fummelei flicken, aber ein Vorzeigemodell wird diese V2 nicht mehr.
Zurzeit läuft MC wieder stabil
Fehlen noch die Trimmer und die Achsen....Dann kann der Deckel drauf.
Von oben (im Gerät unten) unauffällig
Wenn alles fest verbaut ist, gibt es an den schlimmsten Stellen grünen UV Platinenlack 
Manche Leute wittern bei Defektgeräten nicht selten ein Schnäppchen, vergessen dabei aber, dass
es längst nicht immer so schnell und preiswert zu reparieren ist, wie sie sich das vorstellen.
Mittlerweile habe ich 14 Stunden an dem "Schrott" verbracht, uns "fertig" ist das Gerät noch immer nicht.
Man kann nur hoffen, dass es auf dem Meßplatz keine weiteren Überraschungen gibt.
Du hättest vorbeikommen sollen, und wir hätten die Kiste im Lagerfeuer dem Klanghörer Gott geopfert...
Ich hätte mich dann zur Beruhigung mit ein paar Ötti kaltgestellt. ;-)
Letzte Episode am V2a. Nachdem heute die antiken Trimmer im Briefkasten lagen, konnte die Platine zurück in die Gehäusewanne.
Auch an der "Backplane" musste einiges geflickt werden, da die meisten Leiterbahnen verschwunden sind.
Die Achsen kann man später von außen einstecken, ohen das Gehäuse zu öffnen. Wenn jemand einen Tipp hat, wie man diese
alten Restek Deckel ohne Krampf montiert und demontiert, darf mir das gerne mitteilen... ;)
Umschalter mit Epoxy und Achse....
...die am anderen Ende über einen roten Ring gedreht werden kann. Im Original war dort ein Metallrädchen, das es aber nicht mehr gibt. Die inneren Führungen im Schalter sind ebenfalls "rund"...Also Epoxy.
Die kleinen Papieraufkleber MM und MC waren damals "original" so "shäbig", und auch die geklebten "Schogetten Füsse" wünsche ich mir an einer
Hi-Fi Vorstufe eher nicht. Die sind mittlerweile nicht mehr da, wo sie mal waren...
Das kann der Besitzer selbst nach Bedarf aufhübschen.
Stehen tut sie auch so.....
Nachdem alles wieder zusammengesetzt war, stellte sich heraus, dass der KH Verstärker rechts nicht mehr funktionierte und auch dort jetzt ein 5534 sehr warm wurde..... Der war vorher noch "ok"....
Also alles wieder zerlegen, und zwei neue mit Fassung eingesetzt..... Ich liebe Geräte ohne "Revisionsblech" im Boden. 
Jetzt aber
Ein paar Messungen. Hochpegel immer 0,5 V rein, 1V raus. Das Gerät habe ich über die Trimmer auf max. 8-fache Verstärkung bei Lautstärke Rechtsanschlag eingestellt.
Das Ergibt mit normalen Quellspannungen mehr Aussteuerung , als für eine "übliche" Endstufe nötig ist. So kann man den Regelbereich des Lautstärkereglers gut ausnutzen. Bei Bedarf kann hinten auch mehr Gain eingestellt werden.
Abschluss 50 K Ohm. (100K AP, +100K über Adapter)
Hochpegel, FFT, 1KHz, THD Nur K2, - 120 dB....Das reicht. 
Fairerweise muss man schreiben, dass sich hier nur ein einziger OPA im Signapfad befindet. Keine Klangrehler , seht rudimentät, oder bessergesagt puristisch. ;)
Gleichlauf des Lautstärkereglers ...Damit komme ich gut zurecht.
Netzstörungen am Ausgang , Bezug, 1V (1KHz) Damit bin ich zufrieden. 
CCIF IMD, praktisch (beinahe) nicht messbar. 
Frequenzgang reicht über 200 KHz (-3 dB)
An dieser Vorstufe gibt es keinen klassischen Balanveregler. Exakte gleiche Pegel stellt man hier über die beiden Trimmer im Heck ein. Um das Ergebnis aber -so- schön aussehen zu lassen, wie das im Bils zu sehen ist, hat der Benutzer im Normalfall nur seine Ohren.....Wünsche viel Erfolg...;)
Korrekt ist es "dann", wenn der Hörer zufrieden ist, und WEN stören da schon ein dB...oder 1,254 ? Regler drehen, hinsetzen -----> satisfaction....
Einige werden es nicht glauben, aber ich halte Messwerte für absolut überbewertet, wenn es um satisfaction geht.
, und das meine ich sehr ernst.
Ausgangsimpedanz, bei 1V gemessen, 100 ohm. ... praxisgerecht.
THD & N vs. Freq. (80 KHz)
Phono MM, Emtzerrung , mit und ohne Subsonic: Ordentlich.
Verstärkung MM : ca 40 dB, MC 60 dB.
Eingangsimpedant und zusätzliche Kapazität wird über anzufertigende Cinchstecker gesetzt. 47 K sind schon drin, und die Eingangskapazität messe ich mit etwa 80 pF.
Geräuschspannungsabstand MM (5m) Ch 1: 85 dB , Ch 2: 83 dB
MC (0,5m) Ch 1: 72 dB , Ch 2: 70 dB
Was noch interessant ist: Die meisten Cinchstecker lassen sich auf diese Buchsen nur mit roher Gewalt aufstecken. Manche eher gar nicht.
Die "Settling Time" des MC prepre beträgt mindestend 20 Sekunden. Auch im ausgeschalteten Zustand steht der VV ständig unter Spannung, bis man das Steckernetzteil zieht.
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