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Technics SU-VX 800
Da das Wetter zurzeit wunderbar ist, habe ich den Technics gestern bei einem guten Bekannten aus dem Forum im Cabrio abgeholt. Also sowas wie ein "pick up Service".
Den wird er dann zeitnah wieder abholen, denn anliefern werde ich den vermutlich nicht. 
Das Gerät war bereits teilzerlegt und etwas knopflos. Die gab es dann in einer Tüte dazu. 
Wie bei allen Geräten aus dieser Serie, gibt es auch hier den deutlich ins Auge fallenden "Hotspot", der das Platinenmaterial deutlich braun verfärbt, und in diesem Fall auch
den Hauptgrunf für den Ausfall darstellt. 
Wenn es mit diesen Verstärkern mal "echte" Probleme gibt, hat man viel zu tun, da sich die Japaner damals wieder einiges einfallen ließen, um die Schaltung maximal komplex zu halen ;)
Es war ja eine gute Idee, dem Gerät ein "Revisionsblech" im Boden zu spendieren, aber was zum Teufel hat man sich dabei gedacht, es so unnötig klein zu machen?
An die Stelle mit dem Hotspot kommt man damit nicht heran, was also bedeutet, dass man alles auseinandernehmen muss.
Bei dieser Gelegenheit habe ich dann auch die Relais gewechselt, und alles im Bereich des Hotspots nachgelötet. Dort sitzen auch einige Elkos, von denen ich zwei zur Probe entnommen habe. Die sahen übel aus, waren erstaunlicherweise im Rahmen. Ist halt kein Revox ;) 
Erst mal mit zwei Schrauben für einen ersten Test fixiert und das Board abgeklipft.....Alles so weit "stabil"....Dann die restlichen gefühlten 50 Schrauben und das hintere Blech befestigt.
Potis und Schalter gespült...Wer die zerlegeb will, darf das bei dem "Ding" gerne tun... Hauptsache ich bin nicht dabei.

Die Verarbeitung und Materialien dieser Serie ist so "lala"....Zwar sich einige Knebel und Knöpfe massiv (Bild), die kleinen aber nur aus Plastik mit einem dünnen
Alumäntelchen. Das Lautsprecherterminal ist "schlapp", was andere Hersteller für 1000 DM aber auch nicht besser konnten.
Phono MM & MC auf dem Board ganz l rechts. Es erreiucht bei diesem Exemplar die Werksangaben nicht. (mehr)...Will aber auch keiner so genau wissen.

Audiophile Träumer werden sich evtl. am verwendeten Netzkabel reiben.....Fakt ist, dass es etwas albern ausschaut, und eben nichts für "Poser" geeignet ist, zu denen ich mich
sogar in gewisser Weise auch zählen würde.
Mit dem Unterschied, dass mir klar ist, dass da "akustisch" und technisch nichts zu holen ist. Drum habe ich auch kein "Klangmodul" im Sicherungskasten....Man sieht es ja
nicht mal....
Es gibt einen schaltbaren "Direkteingang" über symmetrische Eingangsbuchsen. Das war nötig, da man damals in die besseren CD Spieler ebenfalls Symmetrierstufen und XLR eingebaut hat...
Und die mussten halt irgendwo eingesteckt werden
. Bitte nicht "glauben", dass man dadurch auch nur irgendetwas erreichen würde. Schon gar nicht, wenn das
Kabel den üblichem Meterzwanzig lang ist. 
Aber gut aussehen tut´s....wenn auch nur hinten. 
Das Netzteil ist relativ "hart", was sich auch im Gewicht des Verstärkers wiederfindet. Die Elkos hübsch in Döschen verpackt, warum auch nicht?

Ein paar Messungen:
FFT, 1W,1KHz, 8R : THD& N: ca. 0,003% (22KHz)
Nochmal, aber 5W
Das sieht alles "gut" aus.
THD&N vs. Freq. , 1 W (oben) und 5W. 80 KHz bw
THD&N vs. Power, 1 KHz , 8R. Leistungsaufnahme max. 460W ...Sehr "schön" ;)
Nochmal , aber 4R , Leistungsaufnahme jetzt 760W max, immer noch hervorragend ;)
Frequenzgang, Hochpegel, 1W, 8R , Direkt (oben) und via Tone in Neutralpos. unten:
Messungen Phono MM an Tape rec.:
Entzerrung mit und ohne Subsonicfilter: "alles ok"
Verstärkung etwa 35 dB, Eingangskapazität 280 pF Geräuschspannungsabstand (Bezug 5mV) leider nur 79 dB A wobei ein Kanal unbewertet nochmal um gute 2 dB
schlechter als der andere ist.
Von den im Manual versprochenen 88 dB A ist dieses (alte) Gerät hier weit entfernt.
Macht aber auch nichts, WENN der Lift gesenkt wird, denn dann ist man sowieso in völlig anderen Welten angekommen.
In der FFT ist der schlechtere Kanal gut zu erkennen, und wird auch über den Monitorlautsprecher (+60 dB und nach Notchfilter) gut hörbar.
...Ist halt so.
Das Bisschen K2 und K3 ist dagegen als "Tinnef" zu betrachten ;) Da gibt´s nichts zu hören. Grafik mit "Skalierungsfehler", aber alles gut ablesbar.
Übersteuerungsreserve MM. Hier läuft ebenfalls einseitig etwas aus dem Ruder, was ich aber nicht überbewerten würde. Zu hören gibt es da noch lange nichts, und es ist mir schlichtweg
zu zeitaufwändig, sich damit weiter zu befassen.
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