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mein Selbstbau Verstärker Class A/B in Schritten
#16
Servus!
Ein bischen offtopic zwischendurch.
Bin gerade dabei mein Blech und meine Kühlkörper für das Gehäuse zu fräsen
und dachte mir vieleicht ist es für euch interessant.
Die erste fräse habe ich aus 12mm Buchensperrholz gebaut und ist mittlerweile 8 Jahre alt.
Sie funktioniert immer noch gut für das dass ich sie mit Stichsäge, Schrauben und Leim zusammengebaut habe,
einen Plan dafür gibt es nicht.
Die zweite fräse befindet sich noch im Bau, die Aluteile habe ich mit der Ersten Fräse gefräst.
Schöne Grüße
Christian
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#17
Servus!
Bin jetzt erstmal mit dem Fräsen fertig, zumindest für den einen Verstärker.
Die Rückseite und die Front werde ich später machen.
Schöne Grüße
Christian
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#18
Servus!
So, die Layer von dem Audio Clip Detector Board und von dem Speaker Protection Status Board habe ich nun auch.
Die Platinen werde ich ein wenig später bestellen ich habe eh viel zu tun.
Ab jetzt wird es ein weniger gemächlicher zugehen, die Feiertage und Zwickeltage sind bei uns in Österreich vorbei.
Hab die Tage dafür genutzt um mein Projekt voran zu treiben.
Schöne Grüße
Christian
Die im Eigenbau realisieren Fräsen sind ja hochinteressant. Vielleicht stellst Du auch einmal vor, wie Du die realisiert hast, und was du dort an Komponenten verbaut hast.
Der Thread wird ja immer spannender.
#20
Servus!
Es freud mich, wenn es euch gefällt.
Wenn ich mit meinen Verstärkern durch bin, könnte ich mich meiner zweiten Fräse widmen.
Dann werde ich die Fräse vorstellen, falls euch das Interessiert.
Es ist nichts ausgewöhnliches dabei, nur selbst gebaut.
Ich bin halt eine alte Bastlerseele und habe viele Ideen.
Schöne Grüße
Christian
#23
Servus!
Nachdem Ich mit den Endstufen durch bin werd ich euch meine fräse zeigen,
ich könnte ja eventuell einen Tread zu meiner, in Bau befindlichen Alufräse, machen.
Ich hab jetzt die Hilfsspannungsplatine fertig, ich hab jeden Tag nach Feierabend ein bischen gelötet.
Die Clip-Platine sollte auch demnächst zu mir kommen und die duo-Led Platine hab ich mir auch bestellt.
Schön langsam sollte ich mit den Platinen durch sein.
Zwei Softstartbausätze hab ich mir bestellt.
Die werde ich für meine zwei Ringkerntrafos benötigen, denn ich hab keine Lust dass mir beim Einschalten manchmal die Glasrohrsicherung fliegt.
Einen Softstart wollte ich mir nicht selber entwerfen, die gibt es fertig billiger.
Schöne Grüße
Christian
#24
Servus!
Nun habe ich die Clip Anzeige für die Verstärker auch soweit fertig.
Jetzt fehlt noch der Einschaltstrombegrenzer für die Ringkerntrafos.
Den Bausatz für den Einschaltstrombegrenzer werde ich vermutlich etwas modifizieren müssen.
Bei den diversen Strombegrenzer Bausätzen, die ein Kondensatornetzteil verwenden,
fehlt irgendwie immer die Z-Diode für die Spannungsbegrenzung und manchmal auch der Widerstand parallel zur Relaisspule.
Wenn die Spule des Relais bei einem Defekt unterbrochen ist, so kann die Spannung ohne der Z-Diode
und dem parallel geschalteten Widerstand ansteigen, in Richtung der 230V Netzspannung.
Das würde dem Elko der für die zeitverzögerung zuständig ist, aber gar nicht gefallen.
Mit einer Z-Diode als Überspannungsschutz und dem parallelen Widerstand dazu würde die Spannung nur so hoch ansteigen,
bis die z-Diode leitend wird und so die spannung begrenzt.
Im Normalbetrieb würde die Z-Diode nicht leitend sein.
Fast hätte ich die Sekundär Absicherung für die Trafos vergessen, hab dazu noch einen Layer gezeichnet und die Platinen bestellt.
Schöne Grüße
Christian
#25
Servus!
Ich habe nun den Einschaltstrom Begrenzer-Bausatz bekommen, ist so ein China-teil.
Die beigelegten Widerstände sind mit 1/4W sehr grenzwertig und sollte es zu einer Relais-Spulen Unterbrechung kommen,
würde der Elko überlastet und der 3,3k würde durchbrennen bei 1/4W.
Wie gesagt habe ich die Schaltung um eine Z-Diode erweitert, den 220R und den 3,3k Widerstand auf 1W erhöht.
Bei einem Fehler wie Spulenunterbrechung oder Kontaktfehler (Kontakt verschweißt) sollte die Schaltung jetzt dagegen robust sein.
Der NTC hält eine Dauerbelastung von 15A aus und hat eine Energy Rating von 150 J,
mein 225VA Trafo hat gerade einmal 1A primärseitig und braucht insgesamt für den Einschaltmoment (Elko's laden) 21,2J.
Das wäre eine Auslastung von ca. 14% für den NTC, ich habe sehr viel Reserve.
Um berührungssicher zu sein habe ich mir ein Lochblech geholt und einen Käfig für die Platinen gebaut.
So ist die 230V Platine geschützt oder ich.....
Zwei Platinen sollte ich noch bekommen, die werden wahrscheinlich dann nächste Woche kommen.
Da ich das erste Gehäuse soweit fertig habe, kann ich auch die Module ein wenig platzieren
um zu sehen wie es platzmäßig aussieht.
Zum Schluss habe ich hier die Berechnung der modifizierten Softstart-Platine:
SOFTSTART MIT FINDER 40.61.7.024.2020 (0,5 W SPULE)
Gegebene Werte:
Netzspannung: 230 V AC
Kondensator C1: 470 nF X2
Vorwiderstand R2: 220 Ω
Brückengleichrichter: B500C1500
Elko C2: 1000 µF / 35 V
Z-Diode: 27 V / 2 W
Relais: Finder 40.61.7.024.2020
Spulenleistung: 0,5 W
Nennspannung Relais: 24 V
Parallelwiderstand R4: 3,3 kΩ
RELAISSTROM
Leistungsformel: P = U × I
Umgestellt nach I: I = P / U
Einsetzen: I = 0,5 W / 24 V
Ergebnis: I = 0,0208 A
I = 20,8 mA
STROM DURCH DEN 3,3-kΩ-WIDERSTAND
Ohmsches Gesetz: I = U / R
Einsetzen: I = 24 V / 3300 Ω
Ergebnis: I = 0,00727 A
I = 7,27 mA
VERLUSTLEISTUNG DES 3,3-kΩ-WIDERSTANDES
Formel: P = U² / R
Einsetzen: P = 24² / 3300
P = 576 / 3300
Ergebnis: P = 0,175 W
Belastung eines 1-W-Widerstandes:
0,175 / 1 × 100 = 17,5 %
GESAMTSTROM BEI EINGESETZTEM RELAIS
Relaisstrom: 20,8 mA
Widerstandsstrom: 7,27 mA
Gesamt: Iges = 20,8 + 7,27
Ergebnis: Iges = 28,1 mA
VERLUSTLEISTUNG DES 220-Ω-VORWIDERSTANDES MIT RELAIS
Formel: P = I² × R
Einsetzen: P = 0,0281² × 220
P = 0,000789 × 220
Ergebnis: P = 0,174 W
Belastung eines 1-W-Widerstandes:
0,174 / 1 × 100 = 17,4 %
BETRIEB OHNE RELAIS (Z-DIODE AKTIV)
Spannung wird auf ca. 27 V begrenzt.
Strom durch 3,3-kΩ-Widerstand: I = 27 / 3300
Ergebnis: I = 8,18 mA
Verlustleistung des Widerstandes:
P = 27² / 3300
P = 729 / 3300
Ergebnis: P = 0,221 W
VERFÜGBARER STROM DES
470-nF-KONDENSATORNETZTEILS
Kapazitiver Blindwiderstand: Xc = 1 / (2 × π × f × C)
Einsetzen: Xc = 1 / (2 × π × 50 × 470 nF)
Ergebnis: Xc ≈ 6770 Ω
Maximalstrom: I = 230 / 6770
Ergebnis: I ≈ 34 mA
Z-DIODENSTROM OHNE RELAIS
Gesamtstrom des Netzteils: 34 mA
Strom durch 3,3-kΩ-Widerstand: 8,18 mA
Reststrom für Z-Diode: Iz = 34 - 8,18
Ergebnis: Iz = 25,8 mA
VERLUSTLEISTUNG DER Z-DIODE
Formel: P = U × I
Einsetzen: P = 27 × 0,0258
Ergebnis: P = 0,697 W
Belastung einer 2-W-Z-Diode:
0,697 / 2 × 100 = 34,9 %
VERLUSTLEISTUNG DES 220-Ω-WIDERSTANDES OHNE RELAIS
Gesamtstrom: 34 mA
Formel: P = I² × R
Einsetzen:
P = 0,034² × 220
P = 0,001156 × 220
Ergebnis: P = 0,254 W
Belastung eines 1-W-Widerstandes:
0,254 / 1 × 100 = 25,4 %
ZUSAMMENFASSUNG
MIT RELAIS:
Relaisstrom: 20,8 mA
R4-Strom: 7,3 mA
Gesamtstrom: 28,1 mA
R4 Verlustleistung: 0,175 W
R2 Verlustleistung: 0,174 W
OHNE RELAIS:
R4 Strom: 8,2 mA
Z-Diodenstrom: 25,8 mA
R4 Verlustleistung: 0,221 W
Z-Diode Verlustleistung: 0,697 W
R2 Verlustleistung: 0,254 W
Alle Bauteile liegen mit:
220 Ω / 1 W
3,3 kΩ / 1 W
ZY27 / 2 W
deutlich innerhalb ihrer zulässigen Dauerbelastung.
Schöne Grüße
Christian
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#27
Servus!
Ich habe jetzt die Status-Anzeige und die Sekundär Sicherungen für den Trafo fertig.
Um zukünftig Brummspannung zu vermeiden hab ich noch einen Groundlift mit eingeplant.
Die Groundlift platine werde ich allerdings fräsen und nicht fertigen lassen.
Diese wird , falls es wirklich einmal zu einem massiven fehler kommen würde ( 230V durchschlag auf GND), einfach ausgetauscht und nicht mehr repariert.
Im Normalbetrieb ist der Gleichrichter nicht leitend und der GND wird, über den 10 Ohm und parallel dazu der 100nf Kondensator, von der Gehäuseerdung entkoppelt um Brummspannung (Schleifenbildung) zu vermeiden.
Erst wenn ein Kurzschluß (230V) am GND auftritt wird der Gleichrichter leitend und leitet die Spannung/Strom an die PE ab und löst somit den FiLs im Hausverteiler aus. danach wäre die Platine nicht mehr zu gebrauchen und wird ausgetauscht.
Die Erdung wird natürlich direkt von der Kaltgerätebuchse (230V Eingang) auf das Gehäuse gelegt und wirklich nie und niemals abgeklemmt.
Der Erdungsanschluß vom Groundlift wird zusätzlich an die Gehäuse-Erdung angeschlossen.
Zur Zeit hab ich weniger Zeit für mein Hobby, das Wetter ist schön und meine Enkelkinder wollen natürlich mit mir Spielen und spass haben.
Ich bedanke mich bei Euch und bin froh dass ich hier sein darf und meine Basteleien mit euch teilen darf.
Danke!
Schöne Grüße
Christian
#29
Servus!
Ja du hast recht, die im Handel erhältlichen Hi-Fi Verstärker haben in der Regel Schutzklasse 2.
Ich versuche es zu Erklären, anhand von meinem Verstärker:
Jetzt kommt das große "ABER": Schutzklasse II funktioniert völlig anders als Schutzklasse 1.
Schutzklasse 2:
Hier gibt es keinen Schutzleiter.
L
N
mehr nicht.
Das Metallgehäuse darf entweder überhaupt nicht berührbar sein
oder muss durch eine doppelte bzw. verstärkte Isolierung von allen spannungsführenden Teilen getrennt sein.
Beispiel: 230 V- doppelte Isolation- Kunststoffgehäuse
Oder:
Metallgehäuse
↓
vollständig isolierter Netz Trafo
↓
keine leitende Verbindung
Damit Schutzklasse II zulässig ist, müssen zahlreiche Anforderungen erfüllt werden:
doppelte Isolation aller Netzleitungen
isolierte Trafobefestigung
isolierte Schalter
isolierte Sicherungshalter
ausreichende Kriech- und Luftstrecken
keine Verbindung zwischen Gehäuse und Netz
Das ist konstruktiv deutlich aufwendiger.
Vor allem müssen die Normen eingehalten werden und die sind nur gegen viel Geld erhältlich.
Zusätzlich verweisen die einzelnen DIN Dokus wiederum auf andere DIN Dokus, die man auch bezahlen müsste.
Willkommen in der Bürokratie...
Warum mein Verstärker Schutzklasse I ist
Ich besitze:
✔ Metallgehäuse
✔ Ringkerntrafo
✔ Schutzleiter
✔ Gehäuse direkt auf PE
✔ Groundlift nur zwischen Signalmasse und PE
Damit entspricht mein Aufbau eindeutig Schutzklasse I.
Mein Konzept vereint die Vorteile beider Welten:
Schutzklasse I sorgt für maximale elektrische Sicherheit durch den fest angeschlossenen Schutzleiter.
Der Groundlift reduziert Brummschleifen zwischen Signalmasse und PE, ohne die Schutzfunktion zu beeinträchtigen.
Bei einem Fehlerfall begrenzen der Gleichrichter,
der 10-Ω-MOX-Widerstand und der 100-nF-X2-Kondensator
die Potentialdifferenz zwischen Signalmasse und PE,
während das Gehäuse jederzeit sicher geerdet bleibt.
Damit erhalte ich einen klassischen Hi-Fi-Verstärker mit hoher Betriebssicherheit und
gleichzeitig einer sehr guten Grundlage für einen brummarmen Betrieb.
Einfach nur die Erdung nicht anschließen ist damit nicht automatisch Schutzklasse 2.
Die allermeisten Selbstbau-Verstärker sind Schutzklasse 1.
Ich hoffe ich konnte damit ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Schöne Grüße
Christian
#30
Servus!
Momentan bin ich mit dem Gehäuse beschäftigt.
Die einzelnen Platinengrößen der Komponenten hab ich auf ein Blatt Papier gedruckt
um die exakten Bohrlöcher zu bekommen und auf die Grundplatte geklebt.
Es ist leichter als alle Bohrungen einzeln aus zu messen.
Für die Rückseite hab ich die Positionen der Stecker ausgemessen und in freeCAD eingezeichnet, dann ausgefräst.
Die Ausbuchtungen von den XLR Steckern für den LS Anschluss habe ich mit Schlüsselfeilen nachbearbeitet.
Für das Verstärkergehäuse hab ich mir von dynavox auf Amazon Gerätefüße bestellt und dann aufgreschraubt.
Mittlerweile ist das Projekt zum Megaprojekt angewachsen, war mir aber klar bei zwei Stereo Verstärker.
Die Frontplatte wird noch gemacht und ich überlege mir wie ich die Rückseite und die Front gravieren/gestalten kann.
Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende.
Schöne Grüße
Christian
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