Accuphase E 305V

28.03.2026 13:19 (zuletzt bearbeitet: 28.03.2026 16:01)
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#1
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Der E305 V ist die fernbedienbare Variante des 305, den sich ein Bekannter zu einem akzeptablen Preis gekauft hat.
Wenn die Farbe nicht wäre, könnte ich mir so ein Gerät auch ganz gut in meinem Regal vorstellen. Allerdingd nur als Vorstufe, da ich mit diesen Instrumenten nichts anfangen kann. Ich werde also nie zum Besitzer eines Accuphase Gerätes werdem.



Fehlerbeschreibung: Der Lautstärkeregler kratzt.

Diese Beschreibung war falsch, denn der Regler war im unteren Drittel nicht mehr einsetzbar und es spielte krachend einfach weiter, ohne den Pegel weiter zu reduzieren.
Potentiometer mit Totalschaden, das auch nicht verschraubt, sondern vernietet ist. Hersteller ist Panasonic, und es ist ein Motorpoti mit 2 x 4 pins incl Loudness, Achse rund und 50 mm lang. Alles in allem schwer beschaffbar.

Da man sowas als Originalteil über einen Händler (und dann über PIA) ordern müsste, schied diese Variante auch aus Kostengründen aus, und es ist unklar, ob man hier in D (bei PIA) überhaupt noch etwas mit den alten Kisten zu tun haben möchte.

Was kann man machen?

1. Alps Poti ohne Motor einsetzen, Achse mit Verbinder verlängern. Das wurde nicht abgelehnt.
An mich ist ein Verstärker ohne FB der Lautstärke heute nicht mehr vermittelbar, aber er sieht das nicht so eng.
2. Alps Motorpoti mit Achsverlängerung. Wäre eine Option, aber die Einbautiefe ist zu groß für den Accuphase.

3. Das Poti zerlegen, und erst mal schauen, was da noch zu machen ist. Sowas mache ich eher ungern, da man oft Zeit verplempert, um am Ende nichts gewonnen zu haben.
Hier habe ich eine Ausnahme gemacht.

Die 1,2 mm Aluminiumnieten sind etwa 25 mm lang und konnten problemlos entfernt werden. Das Poti muss komplett zerlegt werden, wobei hier immer ein spezieller Sprengring selten zerstörungsfrei entfernt werden kann.
Die Schleifer waren pechschwarz. Nach Reinigung und leichtem anheben sollte das laufen. Die Bahnen zeigen im unteren Bereich (7 bis 9 Uhr) Verschleiß, sind aber "noch da" ;) Auch die habe ich mit Testanol geputzt.
Den Regler habe ich dann mit neuen "Nieten" aus 1,2 mm Silberdraht verspannt und konnte nur hoffen, dass es nicht umsonst war.

Glück gehabt, das Potentiometer ist wieder still und kontaktfreudig, aber die Präzision der beiden sich drehenden Bahnen im Gehäuse zueinander hat etwas gelitten. Ein Kanal hängt etwa 1,2 dB nach, womit man leben kann, denn es gibt einen Balanceregler, den man minimal (wenige Grad) aus der Mitte bewegen muss, um es messtechnisch zu perfektionieren. Viele Potis sind "ab Werk" nicht besser, aber dieses hier WAR es mal ;)

Da ich eigentlich nicht dachte, dass das was wird, habe ich keine Fotos geknipst.

Typisch accuphase.


Mit den Knöpfen könnte man auch kleine Türen stoppen. Schon sehr massiv.



Auch von hinten schön gemacht. Ein angemessenes, festes Netzkabel gibt´s auch.


Ein paar Messungen:

Ich fange mal mit der Phonostufe (nur mm gemessen) an :
Über Tape rec.

Sie kommt auf lediglich 30,5 dB, was aber kein Problem ist. Die Kapazität habe ich (noch) nicht gemessen.
Serhr rausch- und Brummaem mit 90 dBA (5mV), wobei ihr da der niedrige Gain etwas entgegenkommt.

So sehe ich das gerne....5 mV


Auch die RIAA Entzerrung ist tadellos, besonders für einen Opa in diesem Alter.


FFT Hochpegel, 1W, 1KHz, 8R bcd, sehr schön, sehr geringe Netzstörkomponenten, praktisch kein Klirr. Auch bei 20 W nur minimal höhere Verzerrungen


Amplitudenfrequenzgang, 1W, 8R Hochpegel mit Korrektur um etwa 1 dB durch den Balanceregler.


THD&N vs. Power 1 KHz, 8R, bcd. Leistungsaufnahme im Maximum bei 640W
So sehe ich das gerne, aber auch nur sehr selten. Das sind zwei Messungen! Ein Indiz -auch- für tadellose Lautsprecherrelais, die ich auch nicht unbedingt gerne gewechselt hätte.
Etwas über 170 W x 2




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28.03.2026 18:22
#2
au

Was sind das denn für Abdeckungen auf den nicht verwendeten Eingangsbuchsen, sowohl XLR als auch Cinch? Muss man das kennen? Kurzschlussstecker sind es offenbar keine, da auch der Pre Out so eine "Kappe" hat...


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28.03.2026 19:35 (zuletzt bearbeitet: 28.03.2026 19:37)
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#3
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Das ist ein sogenannter "Staub- und Oxidationsschutz"

Obwohl....Kann gut sein, dass die auch als RF-Schirmung gegen kosmische Strahlen oder sonstiger Schmu vertrieben werden.
Mir doch egal....

Edit:
War ja klar....

https://www.auditorium.de/hifi/zubehoer/...mpaign=PMaxDE-A


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28.03.2026 21:34
#4
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Ich habe so ein Poti schon mal erfolgreich repariert . Das Ding gibt es nicht mehr. Auskunft Accuphase Schweiz . Die sind nicht so drauf wie Pia - Es war einesonder Konstruktion für Accuphase .Es dreht sich die Leiterbahn und der Schleifer steht .
Aufbohren zerlegen und reinigen hat genutzt ,aber auch viel Arbeit gemacht . Das Ding hat noch einen Abgriff für die Loudness.

Grüße aus Duisburg


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29.03.2026 11:37 (zuletzt bearbeitet: 29.03.2026 14:59)
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#5
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Wenn Sie hier auf Links zu eBay klicken und einen Kauf t�tigen, kann dies dazu f�hren, dass diese Website eine Provision erh�lt.

So ist das Teil aufgebaut.

Eigentlich waren die Scheiben auf der Achse spielfrei. Keine Ahnung, warum es zu der Abweichung kommt.
Möglicherweise wegen der Riefen um unteren Bereich.



Aufmachen und nochmal genau nachschauen ist aber keine Option. Er muss damit leben.

Wenn das nicht gerklappt hätte, wäre wohl die Motorsteuerung weggefallen, obwohl dieses Motorpoti die
maximale Tiefe nicht überschritten hätte....Also nur das Poto mit Motor

Im Foto steht was von feststehenden Bahnen....Das ist bestimmt falsch aus dem japanis chen übersetzt worden, denn die stehen ja gerade -nicht- fest-

Werbung: https://www.ebay.de/itm/292874513707?_tr...T30S5M6TYC0JMZ3

Die Qualität dieser Potis ist aber auch nicht gerade toll.

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