Violectric HPA V200

14.03.2026 17:41 (zuletzt bearbeitet: 15.03.2026 10:12)
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#1
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Den Violectric würde ich in die Gruppe der KHV der gehobenen Klasse einordnen.
Obwohl ich den Aufwand bereits in dieser Klasse als deutlich übertrieben empfinde, ist es nicht verkehrt, sich über die hochwertige Verarbeitung und die guten Specs zu freuen.

Das Gerät habe ich vor ein paar Tagen in einem anderen Forum als Defektgerät gekauft, da ich vermutlich einer der ersten war, die das gute Angebot gelesen haben. Obwohl ich kaum mit Kopfhörern höre, und bereits einen DIY KHV in der Werkstatt verwende, um Reparaturen auch akustisch zu testen, musste ich ihn einfach kaufen.

Der Vorbesitzer beschrieb den Fehler als Brummen und vor allem als Quietschen, was ich zuerst nicht nachvollziehen konnte.
Ein über die Cincheingänge angeschlossener CD Spieler spielte erstmal ohne Auffälligkeiten. Das änderte sich aber mit der Zeit.



Der Fehler sollte sich aber auch ohne angeschlossene Quelle zeigen, schrieb er mir zumindest.

Es gibt symmetrrische und unsymmetrische Analogeingänge, sowie einen Digitaleingang. Hier ist die Toslink Variante verbaut.
Der Gain ist einstellbar über Dipschalter. Der Digitaleingang hat Priiorität , erst dann die beiden Analogeingänge.


Da ich "eigentlich" vorhatte, auch den eingebauten DAC zu testen, wollte ich das am 2700er machen, da das 2300er nur bis 48 KHz reicht. 96 KHz kam afair erst mit mit dem 2522 (Cascade).



Um ein paar schnelle Messungen zu machen, habe ich ein kleine Test-Rig aufgebaut. Zuerst mit 39R , dann mit 300 R.



Schon in der ersten Messung zeigte sich eine Störung, die THD&N bei 2 V Ausgangsspannung bereits auf 0,1% über Analogeingang
verhagelte. der andere Kanal war nicht so stark betroffen, aber die Ergebnisse waren auf einem Level, dass kaum akzeptabel war.

Das Gerät gibt es wohl in vier Ausführungen. Rein Analog (ohne DAC PCB, mit 96 Kht Dac , und mit 192 KHz Dac, wobei die 192er die Version sein müsste, die hier verbaut ist. Eine Nachrüstung zum Selbsteingat gab es wohl auch.



Das ist deutlich mehr "Dac", als ich (mangels Einbildungskraft) jemalks zu schätzen wissen werde ;)

Außerdem standen waglweise entweder Koax, Toslink, oder Usb zur Wahl. Dieser hier ist die Toskink Variante.
Ob er Receuver die 192 KHz auf diesem Board aber ebenfalls unterstützt, muss noch geklärt werden

Es gibt sogar hübsche Füße und ein schweres Gehäuse mit Nextel Beschichtung. Da traut man sich kaum anzufassen. Hoffe die klebt irgendwann nicht so, wie das bei anderen Herstellern der Fall war.



Schon auf dem Meßplatz konnte man durch Berühren der Pins des Schaltreglers für den DAC, über den Hautwiederstand eine messbate Verringerung der Störungen erreichen, und da an dieser Stelle die AL-SMD Elkos am Regler ordentlich belastet werden, war der Fehler sehe schnell gefunden. Ein Ausbau der DAC Pcb hätte den Fehler ebenfalls behoben, aber das muss ja
nicht sein.
Das Fehlverhalten ist an der Induktivität mit dem Scope sehr deutlich zu erkennen, und es "verhageld" seine Quellspannung, die er aus dem Linearnetzteil erhält

Also ein fauler Elko (Foto zu eurer Unterhaltung gestellt)


An dieser Stelle kann man auch einen etwas spannungsfesteren Elko einsetzen, da der Platz und die pads dafür auf dem Print bereits vorgesehen ist. Der hält dann etwas länger .
Die Kapazität sollte man aber beibehalten, da sie nicht ganz unkritisch ist. Warum an dieser Stelle Experimente machen?







Gemessen habe ich heute nicht mehr viel, da ich tatsächlich keine Lust hatte.

Nur diese eine hier:
FFT, 2V in je 300 R

Wie so oft ist zumindest auch bei diesem Violectric ein Kanal von Netzstörungen "stärker" betroffen, als der andere.

THD&N , 1 KHz , Ch 1 : 0,00053% , und der schlechtere 0,00059%
Eigentlich "darf" man normalen Leuten sowas gar nicht zeigen, da sie nicht selten meinen, dass der eine Kanal wohl defekt wäre, oder man da was brummen hört ;) Naja, egal...



So eine Maschine (2700er) ist Fluch und Segen zugleich. Geliebte Diy Projekte sehen plötzlich "kaputt" aus, und auch so manches High End legt seine kleinen Schwächen visuell mitunter sehr deutlich dar.
Gemessen wurde mit Deckel, obwohl das in diesem Fall keinen Unterschied machte.


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14.03.2026 19:10 (zuletzt bearbeitet: 14.03.2026 21:31)
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#2
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192 K kann das Board wohl auch, aber da fehlt mir in der Praxis die Quelle. Der Nutzen ist ohnehin nicht gegeben, da ich ja kein Schäferhund bin.

https://www.cma.audio/en/categories/acce...-24-bit/192-khz

Habe ich schon erwähnt, dass da überall 5532 drauf sind? In einigen Foren schwirren (wenn auch
nur sehr vereinzelt) sehr komische Leute rum, denen die klangliche Signatur dieses Bauteils nicht genehm ist....sagen sie zumindest.

Dass das selbstverständlich nur ein wirrer Fiebertraum ist, muss man wohl nicht lange ausdiskutieren. ;)

Hier gibt´s einen Bericht zu einem größeren Modell, das sehr ähnliche ( wenn auch für den Hörer völlig uninteressanten) Netzstörungen, bzw. deren Unterschiedliche Ausprägung in den Kanälen zeigt.

https://www.audiosciencereview.com/forum...81-hp-amp.9331/


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15.03.2026 23:24 (zuletzt bearbeitet: 15.03.2026 23:40)
avatar  Scope
#3
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Nachdem ich jetzt einige Stunden mit diesem Kopfhörer VV verbracht habe, möchte ich hier noch meine
rein subjektiven Eindrucke weitergeben.

Ich war nie ein Kopfhörer-Mensch, ich bin keiner, und ich werde auch keiner. Es ist zwar ab und zu ganz nett, die kleinen, mitunter versteckten Details zu hören, die ansonsten schon mal verloren gehen, aber das Klangbild ist je nach Aufnahme doch sehr gewöhnungsbedürftig.

Der Vioectric hat genud Spannungshub für 300 Ohm Hörerm und auch genug Power für beispielsweise 30 Ohm.
Er macht was er soll, aber das macht mein DIY KHV mit ne5534 und bd 139/140 -für mich- exakt genau so gut. Ich kann
bereits von dem kleinen Violectric nicht profitieren, da ich mir emotional vermutlich nicht so viel einbilden kann, wie andere es wohl können.
Heute kann man ja mehr oder weniger problemlos 3500 oder auch mehr Euro für einen Kopfhörerverstärker, und 10000 für den Kopfhörer ausgeben....Der teuerste Hifiman liegt afaik um 16000 €. Unfassbar. Mir standen ein mit etwa 700 € eher günstiger Hifiman HE 600 (28 ohm) und drei hochohmige, eher günstige Kopfhörer zur Verfügung, Darunter auch ein uralter Beyer 880 Studio, den ich als mindestens ebenso gut wie den HE600 empfinde und ich kann nicht behaupten, da "eklatante" Qualitätsunterschiede bemerkt zu haben. Lediglich mein uralter Stax fällt mittlerweile etwas ab.
Dass die Verstärker so ähnlich klingen, liegt auch auf der Hand, da sie sich beide relativ gut messen und genug Saft haben.

Hört hier eigentlich jemand mit sündhat teuren Boutique Kopfhörern? Für mich wäre das einfach nicht sinnvoll. Ich werde damit vermutlich nicht so viel anfangen können.


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16.03.2026 18:55
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#4
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hpk

Was sind Boutique Kopfhörer?

Mit Kopfhörern höre ich zwar, aber nichts davon - was auch in Benutzung ist - ist noch an ein Kabel gebunden. Damit würde ich nie mehr klarkommen. Ich bewege mich einfach zu viel.

Neue und alte Gerätschaften - Elektronik fast ausschließlich in Schwarz gekleidet mit so wenig Anzeige als möglich, wenn möglich, gedimmt oder aus.

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16.03.2026 20:47 (zuletzt bearbeitet: 16.03.2026 20:55)
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#5
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Zitat
Was sind Boutique Kopfhörer?



Kopfhörer, die schon aufgrund ihrer Preisgestaltung nur in vergleichsweise geringen Stückzahlen, eher in speziellen Geschäften vertrieben werden. Eher nicht im Mediamarkt

Ich denke da an sowas:
https://www.highend-audiokabel.de/hifima...-kopfhorer.html

Oder auch sowas
https://www.hifi-linzbach.de/collections...scher-kopfhorer

Das geht ja nach oben hin so weiter....Der Begriff stammt aus dem DIY Bereich, wo es dann um "Boutique -Baiuteile" geht.
noch nie gehört???

Kabel ist schon ok, und wohl auch die einzige "audiophile" Lösung.
Wenn ich über KH höre, dann sitze ich und mach die Äuglein zu.....Wer rennt (ausser dir) dabei herum, oder wackelt mit dem Kopf? Headbanging?

Und der Rest des Monatslohns geht dann dafür drauf:

https://www.thomann.de/de/benchmark_hpa4.htm


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16.03.2026 20:58 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2026 12:17)
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#6
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Aber du hast da schon Recht....Die Kopfhörer "versagen" da bereits früh.

https://www.youtube.com/shorts/PzH85qBtWe4


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17.03.2026 06:23
avatar  hpk
#7
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hpk

Zu den Boutique Bauteilen - tatsächlich bin ich auch noch nie damit in Kontakt gekommen - also sicher nicht unter dem Begriff.

Zum Bewegen, da genügt ja schon alleine, wenn man mal zur Teetasse greifen möchte, die etwas abseits steht. Ich habe es immer auf die Reihe bekommen, dass das Kabel wie auch immer im Weg war oder Zug auf ein Ohr oder beide Ohren gegeben hat.

Den Rasen zu mähen mit etwas mit einer Strippe zum Ohr ist auch doof und das nicht vorhandene ANC würde mich spätestens dann stören.

Was meint schon audiophil? Für mich ungestört den gewünschten Signalen lauschen zu können. Ungestört in 2 Aspekten - möglichst so, wie es aufgenommen wurde - also möglichst wenig zusätzliche Störungen in das Signal zu geben und auch sonst dabei störungsfrei hören zu können. Mich nerven dann eben auch das Kopfhörerkabel, wenn die sich verklemmen oder auch Anrufe oder Baulärm.

Neue und alte Gerätschaften - Elektronik fast ausschließlich in Schwarz gekleidet mit so wenig Anzeige als möglich, wenn möglich, gedimmt oder aus.

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