Denon PMA 1500 R

03.03.2026 21:14 (zuletzt bearbeitet: 04.03.2026 07:15)
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Das Gerät brachte mir ein guter (alter) Bekannter vor einigen Stunden.
Der gute Mann ist mittlerweile fast 80 Jahre alt, und hat über die Jahre Unmengen an Hi-Fi angehäuft. So wie ihm wird es vermutlich vielen gehen, die diesen Bericht gerade lesen. Irgendwann muss (fast) alles, möglichst zeitnah abgestoßen werden.

So soll es auch mit diesem PMA 1500 R geschehen, den er wie so vieles, nie wirklich benutzt hat. Er ist auch einer dieser Knackfolien-Einwickler. .. Muss man nicht verstehen.
Er bat mich darum, das Gerät zu prüfen, da es schon einige Jahre eingelagert war.

Auf dem Messplatz zeigte sich dann, dass ein Kanal nicht funktionierte, Es war lediglich ein Krächzen zu hören, das durch leichtes Klopfen auf die Platine zu beeinflussen war. Das Relais war hier aber nicht die Ursache.

Also wieder alles abklemmen, und nachschauen, was da "lose" ist.


Das Endstufensegment kann nach lösen von vier Schrauben, und abziehen zweier Stecker weggeklappt werden, Sodas man daran arbeiten kann. Ein Revisionsblech oder einen lösbaren Boden gibt es hier leider nicht.


Dieses Problem wird vermutlich jeder PMA 1500 irgendwann bekommen, da es zwei Hotspots gibt, die auf Dauer für kalte Lötstellen im, rot markierten Bereich sorgen. Dort (nur dort) ist alles nachzulöten.


Wieder zusammenschrauben und schnell am scope getestet.... wieder klopffest....;)

Zurück auf den Messplatz. Gut sieht er aus, und mit 14 Kg ist er auch nicht super leicht. Das Gerät ist auch relativ tief gebaut für einen Verstärker dieser Klasse.


Zwei Netztrafos, Heatspreader aus Kupfer sind Accessoires, die dem Gerät eine etwas hochwertigere Optik im Innenraum
verpassen sollen. Im großen ganzen ist das auch gelungen, aber gerade beim Motorpoti hätte ich mir da mehr gewünscht, da es von der preiswerten Sorte ist, und der Gleichlauf keinen Preis gewinnt.





Das Anschlussfeld ist wieder positiv. Die Lautsprecherterminals können auch Bananenstecker aufnehmen, nachdem man die Stopfen entfernt hat.

Es gibt zwei Tapeeingänge, Phono MM & MC, sowie einen Pre-out.






Ein paar Messungen:

Frequenzgang, Hochpegel (direkt) , 1W, 8R, Lautstärkeregler auf 12 Uhr. Das Ergebnis verschlechtert sich ab etwa 11 Uhr ---> 8 Uhr zunehmend bis auf etwa 1 dB Differenz. Das ist eigentlich schon etwas zuviel für ein Gerät dieser Klasse. Daran leiden übrigens viele Geräte, selbst relativ teure.


Andere Skalierung, oben mit Loudness (ca.11 Uhr) , unten in Neutralposition der Klangregler


FFT, 1W , 1KHz, 8R, Ch1:


Ch2:


THD&N vs. Power, 1 KHz, 8R : Etwa 100W x 2 @ 1% , bcd
(PC etwa 500w im Maximum)


Der Entzerrer (im weiteren Verlauf nur MM gemessen) Das ist "ordentlich".


Verstärkung 35 dB, Eingangswiderstand 46K, Eingangskapazität etwa 250 pF.
Geräuschspannungsabstand an Tape rec. gemessen, Bezug 5 mV : Hervorragende 92 (93) dBA

FFT, 5 mV: Ein Kanal (wie so oft) etwas schlechter. Das wird vom Bewertungsfilter fast komplett egalisiert, ist aber natürlich dennoch vorhanden. In der Praxis unhörbar.
Erst am Messplatz nach Notchfilter und +60 dB wird der Unterschied am Monitorlautsprecher hörbar. DA wird ohnehin vieles hörbar, was ansonsten unerhört bleibt. Auch K3 bei -90 dB. ;)


Will den jemand für "kleines Geld" haben ? BDA, FB , alles dabei. Zustand ist imo eine glatte "eins".


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