Sony TA-F505 ES

10.02.2026 17:56 (zuletzt bearbeitet: 12.02.2026 12:03)
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Dieser TAF 505 ist mittlerweile über 30 Jahre alt und zeigte diverse Verschleißerscheinungen. Zuerst fiel Phono zeitweise aus, dann auch Hochpegel.
Das Gerät war auch sehr klopfempfindlich.

Vermutlich war es das erste mal, dass der Deckel abgenommen wurde. Im Inneren sah es aus, wie in eine alte Grabkammer. Da war eine Absaugung
nötig, da man nicht viel erkennen konnte.



Die Hauptursache fand ich in der Eingangswahl-Platine, die man am besten entfernen kann, wenn man die Rückwand demontiert. Hier gab es einiges nachzulöten. Außerdem wurden die Schalter ordentlich mit T6 geflutet.
Bei dieser Gelegenheit kann man dann auch gleich die Relaisplatine ausbauen, und die Relais säubern, damit man später ordentliche Werte erzielen kann.

Hier kann man das von Sony verwendete "Gibraltarchassis" gut erkennen. Es gibt dem gesamten Gehäuse seine eine gewisse Festigkeit und Steifheit.






Der Phonoentzerrer für MM und MC nimmt einen beachtlichen Teil des Gerätes ein und erreichte besonders als er noch neu war, sehr gute Eigenschaften, die über die Jahrzehnte etwas nachgelassen haben. Im Vergleich zu dem, was man mit den teuersten Systemen aus einer Schallplatte
herausholen kann, ist das aber auch heute noch "Zucker".



Ein paar Eigenschaften,m die gerade eben gemessen wurden:
Geräuschspannungsabstand, Bezug 5mV (MM) 91 dB (L) und 88 dB (R) Ein Kanal ist mittlerweile (?) etwas schlechter.
Eingangswiderstans 48 K (MM), 100R (MC)
Eingangskapazität (MM) 260 pF

Bananas sind steckbar, sehr schön.


Ein paar Messungen.



Über die Jahrzehnte verringerte sich der Ruhestrom auf einem Kanal, was zwar unhörbar blieb, aber korrigiert wurde.
Dennoch erreicht dieser Kanal auch danach nicht ganz die Qualität des anderen. Natürlich rein "akademisch" betrachtet.
In der Praxis war es, und ist es vollkommen "egal", da es um mikroskopische Werte geht, von denen man den Besitzern auf gar keinen Fall etwas erzählen sollte.
Das hat ab und zu unabsehbare Folgen für deren psychisches Wohlbefinden.

FFT,1W, 8R, Das ist der perfekte Kanal


Und der andere: K2 erhebit sich auf -100 dB


Netzstörungen am Ausgang, Bezug, 1W ,8R, 1KHz. Das ist noch absolut OK.


Frequenzgang, 1W , 8R, direkt. Mit Klangregelteil in 0-pos bleibt das unverändert, man kann aber dann die Toleranz von 0,25 dB mit dem Balancewregler ausregeln. Zumindest theoretisch, denn 1 Grad Drehung wäre schon wieder zuviel ;)



THD&N vs Power, 8R 1 KHz, bcd.



Entzerrung Phono: Gerimnge Toleranzen nach 30 Jahren erkennbar, die eventuell auch schon immer da waren. In der Praxis noch völlig uninteressant.


FFT Phono, 5mV (mm) , Tape out


Übersteuerungsreserven MM, über 170mV, ein ordentlicher Wert.

MC etwa 14 mV , auch OK




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