Luxman R 1040

31.01.2026 15:43 (zuletzt bearbeitet: 31.01.2026 19:21)
avatar  Scope
#1
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Schön war die Zeit, denn es war die Zeit, als ich mit dem Hi-Fi Hobby so richtig "ernsthaft" anfing.
Ab 1977 wurde dieser kleine Receiver verkauft, und ich könnte mir vorstellen, dass die schwarze Variante heute etwas seltener ist.

Das Gerät trudelte gestern Abend mit der Fehlerbeschreibung ein, dass es prinzipiell funktioniert, es aber Pflegearbeiten
gäbe. Dazu zählte auch, dass alle Birnchen defekt waren.

Nun hat dieser kleine Receiver keinen Lichtkasten, sondern kommt mit drei Birnchen aus. Eine fürs Instrument, und je eins an den Seiten der Skala.
Dadurch fällt die Helligkeit systembedingt zur Mitte etwas ab, und wirklich hell wirkt es auch nicht.

Die Front musste auch abgenommen werden, da die Scheibe von innen schmutzig war.



Das waren noch Zeiten....Zarge wie an meinem ersten Electown Vollverstärker mit Krallenscheiben verschraubt.




Die etwas ungleiche Ausleuchtung L zu R habe ich später durch leichtes veschieben der Birnen in der Bohrung nahezu egalisiert.


Ganz links im Bild der Phono Entzerrer, etwa halb so groß wie eine Spielkarte.
Er kommt pro Kanal mit zwei Transistoren aus, und macht alles so, wie er es sollte. Nehr würde ich nicht zu schätzen wissen.
Selbst die Übersteuerungsreserven sind ordentlich.




Endverstärker- und Netzteilplatine


Eine LED Leistungsanzeige gibt es auch noch. Das war damals ziemlich gefragt.



Ein paar Dinge habe ich dann noch geprüft ....

Man liest ja besonders in den Foren die unglaublichsten Geschichten darüber, wie unterschiedlich der Klang diverser Verstärker empfunden wurde.
Ich versichere euch, dass das alles eine Frage der Definition und der Bedingungen ist.

Das fängt schon mit dem Frequenzgang an, der hier einmal mit, und ohne Loudness zu sehen ist. Während der Messung befand sich der Lautstärkeregler etwa bei 11 Uhr.
Eindeutig hörbar, wenn ihr mich fragt, ;)



FFT, 1W, 8R. Das ist das, was man bei den Geräten aus den 70ern erwarten darf. Ein "Recap" wird daran in der Regel nichts ändern. THD&N etwa 0,02%


Bei 234V Netzspannung sind etwa 50W x2 , 8R möglich.



Der Tuner spielte tadellos, auch der Stereodekoder funktioniert. Gemessen habe ich da aber nichts, denn das will keinert wissen, und ich eigentlich auch nicht.

Aber der Plattenspieler sollte daran laufen, und das funktionierte hier nicht (mehr). Bemerkt habe ich das auch erst, als das Gerät schon wieder zugeschraubt war.

Der Fehler war banal. Durch die stellenweise sehr stramm gebundenen Kabelbäume ist eine der Litzen an der Endstufenplatine direkt am Pfosten angebrochen. Die hing da mit etwa 5 mm entfernung fest im Baum.

Eine wirksame Schutzschaltung, oder eine Einschaltverzögerung gibt es nicht. Hier gibt´s nur einen Einschaltplopp.

Phono Entzerrung über rec. out:

Durchaus wirksames Subsonicflter. Nicht sonderlich steil, und etwas früh einsetzend.


FFT, 5mV:
Das ist gut genug, um brummfrei zu spielen. Verzerrungen sind praktisch nicht zu erkennen.
Wenn mir mal jemand erklären könnte, welchen Nutzen eine teure, weitaus komplexere Phonostufe
bietet....Es ist mir immer noch ein Rätsel, denn WENN die Nadel in die Rille abgesenkt wird, ist alles, aber wirlich alles vollkommen hinfällig. ;)


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31.01.2026 16:18
avatar  KlausF
#2
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Schöner schlichter Receiver mit ausreichend Leistung , gefällt mir gut , danke für die Bilder und den Bericht .


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31.01.2026 21:16
avatar  hififan
#3
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Wirklich gut. Erstaunlich. Alles so, wie man es braucht.

Die Kunst, sehen zu können, ist eine wunderbare Gabe, und wer noch staunen kann, wird auf Schritt und Tritt belohnt. (Oskar Kokoschka)

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