Philips CD 104

29.01.2026 22:58 (zuletzt bearbeitet: 30.01.2026 11:25)
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Der 104 war um 1983/84 mein erster funktionierender CD Player, den ich mir als Ausstellungsstück für rund 800 Mark gekauft habe.
Es war die silberne Version, und zur damaligen Zeit waren mir die fehlende FB, die Plastikfront, und das Midi-Format total egal.

Ein derartiges klangliches "Erlebnis" hatte ich später nie wieder. Es war ein gewaltiger Schritt.

Der Klang war fantastisch, da ich das aus der Analogwelt bis dahin überhaupt nicht kannte, und selbst heute, über 40 Jahre später, bin ich mit dem "Klang" immer noch zufrieden, mit dem Gerät selbst aber nicht mehr.

Zwei Stück stehen seit ein paar Jahren im trockenen Heizungskeller, und als ich vor ein paar Tagen einen davon benutzen wollte, stellte sich heraus, dass keiner mehr läuft.

Einer macht gar nichts mehr, und dieser hier musste mit einem Föhn aufgewärmt werden, damit er erste Reaktionen zeigte.
Da ich nichts Besseres vorhatte, habe ich vorhin einen "Teil-recap" durchgeführt, was bereits locker 2 Stunden dauerte.

Das Gerät hat auch optisch bessere Zeiten gesehen...Ich würde mal sagen, 4 bis 4-


Das Display hat nicht mehr die volle Leuchtkraft, es reicht aber aus.


Betroffen war das Servoboard, und das Decoder/DAC Board. Das Netzteil habe ich nicht gemacht, da es da kein Problem gab.
Nach Aufwärmphase mit dem Föhn spielte zwar alles, aber es gab bereits einen Abfall von -1 dB @ 10 Hz.
Zwar wäre das unhörbar, es wurde dennoch jeder Elko ausgewechselt. Nur der BP war OK, alle anderen hatten nur noch um die 20% ihrer Kapazität.

Aus klanglichen Gründen habe ich mich hier für "ChongX" Elkos von Aliexpress entschieden. Günstig, kompakt, feninzeichnend und musikalisch.


Bei dieser Gelegenheit habe ich das obere Board gleich mit Pril gewaschen. Keine Ahnung in welcher Laube das Teil zuletzt gespielt hat.


Der Laderiemen rutschte ebenfalls und wurde gleich mitgewechselt. Diese Schublade....herrlich, wie ein Mahlstein

Laser und Laufwerk sind noch gut und haben vermutlich eine sehr hohe Laufzeit hinter sich. Die Fehlerraten sind mit gepressten, wie mit CDR sehr gering und geben keinen Anlass zur Beanstandung. Nach 35 Minuten habe ich den Test abgebrochen.



Sweep, 0 dBfs: Die Welligkeit im passband ist für diese Geräte typisch. Eine Generation später wurden bereits Filter verwendet, die 10x wenuger Ripple in diesem Bereich zeigen. Die Darstellung ist etwas "dramatisierend", denn hören wird man davon nichts. Zumindest kenne ich noch niemanden, der sowas meistern könnte.



Nochmal mit anderer Skalierung, wie sie in den damaligen Illustrierten verwendet wurde:


Sehr schön...Das sah vor dem Wechsel der trockenen Kondensatoren noch anders aus.

Die Verzerrungen liegen im Vergleich mit neueren Geräten etwas höher, sind aber harmlos.


Netzstörungen am Ausgang , Bezug 0 dB:




Den anderen mache ich eventuell irgendwann mal fertig. ;)


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30.01.2026 07:53
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#2
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Forumsgründer

War auch mein erster CD-Player. Genau in dieser anthrazitfarbenen Version.
Kommen direkt Erinnerungen an dieses mahlende Geräusch der Schublade hoch.

Er wurde dann durch einen Pioneer PD-7100 ersetzt, der heute noch bei meiner Mutter läuft.

Grüße, Volker

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