AES-17 Filter

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03.01.2026 23:56 (zuletzt bearbeitet: 04.01.2026 12:19)
avatar  Scope
#1
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Mittlerweile trifft man immer häufiger auf die preiswerten Class D Verstärker, die sich (wenn auch nicht bei mir) hoher Beliebtheit erfreuen.
Viel Power für wenig Geld, außerdem wenig Gewicht. Dazu in vielen Fällen mittlerweile auch gut genug.

Was manchmal vergessen wird, ist der Umstand, dass man je nach Bauweise der Verstärker nur eingeschränkt
sinnvolle Messungen machen kann, wenn man ohne AES 17-Filter am Verstärkerausgang misst.

Dazu hat AP das AUX 0025 im Programm, das aber auch als Gebrauchtgerät m.E. zu teuer ist.

https://www.testequipmenthq.com/datashee...5-Datasheet.pdf

Es gibt aber schon seit Jahren Schaltungsvorschläge, die sich teilweise sogar 1:1 an das Original halten, oder eben leicht verändert auch
gut funktionieren. Das Netz ist voll mit solchen Vorschlägen.

Mein Filter ist im Gegensatz zum AUX 0025 nur eine Version mit einem Kanal, was aber bislang ausreichte.
Die Induktivitäten müssen nicht unbedingt kernlos, und von der Bauart so groß ausfallen, wie es in meinem Modell der Fall ist.

Bislang habe ich es nur selten benutzt, aber in letzter Zeit kommen immer mehr Schaltverstärker, an denne
gemessen werden soll.


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07.01.2026 21:42
avatar  lukas
#2
lu

Haben Digitalverstärker nicht üblicherweise einen Filter im Aussgang? Auf Bildern, die ich von solchen Dingern kenne, ist immer die Spule im Ausgang das größte Bauteil, daher wundert es mich, dass man da noch zusätzlich ein weiteres Filter nachschallten muss.

Viele Grüße
Lukas

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07.01.2026 22:14
avatar  hififan
#3
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Ja, das verstehe ich irgendwie auch nicht. Oder ist das der HF Nebel "über Luft"?

Die Kunst, sehen zu können, ist eine wunderbare Gabe, und wer noch staunen kann, wird auf Schritt und Tritt belohnt. (Oskar Kokoschka)

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08.01.2026 11:34
avatar  Scope
#4
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Digitalverstärker sind nicht alle identisch aufgebaut, und deren Filter ist es ebenfalls nicht.
Ganz allgemein kann man aber festhalten, dass selbst moderne Schaltverstörker, wie z.B. die Fosi´s das Problem bereits ziemlich
deutlich zeigen, und um es zu bewerten, teicht bereits ein Oszilloskop.

Im pdf weiter oben ist das dargestellt. Jegeringer die NF wöhrend der Messung, umso relevanter die Filterung, damit die HF die Eingangsstufen des Messgerätes nicht störrt. Das Folter wird also quasi zwischen Lastwiderstand / Verstärkerausgang und Eingang geschaltet.
Die internen Filter im AP kommen erst "später" zum Eindatz, und können die Eingangsstufen nicht schützen.

Misst man z.B . an einer Fosi Endstufe THD&N ohne Filter, dann wird man sfair 0,2 % THD & N messen, obwohl die FFT (bis 20K( erheblich besser aussieht, und gerade mal 0,005% ergibt.

Aus diesem Grund musste ich den Class D Mithörverstärker an einem Meßgerät zur Prüfung der Fehlerraten, gegen einen linearberstärker austauschen. Wenn man etwas lauter hörte, rasten die Fehler nach oben, da die Lautsprecherleitungen wie Sendeantennen arbeiten.

Akustrisch war alles ok....Darum geht es aber nicht. Es geht um mehrere hundert KHz. Schaltfrequenz, die auch nach dem onboard Filter zu deutlich sind.


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08.01.2026 14:29 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2026 17:30)
avatar  Scope
#5
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Der PAM8610 ist sowas wie der Einstieg in Class D.

https://www.diodes.com/assets/Datasheets/PAM8610.pdf

In seiner Standardbeschaltung gibt' s es erst gar kein wirksames Filter, was ihn für einige Anwendungen unbrauchbar macht.
Eine Fertigplatine für einen Verstärker mit 2 x 10W, 8R bei 12V Betriebsspannung gibt es schon ab 2 € in China.

https://components101.com/modules/pam861...mplifier-module

Das Design ist veraltet, und entspricht nicht dem, was man in kommerziellen Produkten heute vorfindet, aber er macht so wie er ist tatsächlich gut Musik. Er klingt völlig unauffällig.



Auf dem Print gibt es sogar SMD Induktivitäten, die aber nicht nur von den Abmessungen her sehr Klein ausfallen (wenige µH) wodurch das Filter quasi unwirksam ist. Was ihr hier seht, ist also nicht "die Norm", sondern eine Ausnahme, und man sollte gar nicht erst versuchen, das Gerät direkt an einen AP anzuschließen. Da klappern die Relais der Eingangsabschwächer wie wild....Also besser sein lassen.

ca. 500 Hz, 300 mW in 8R :
Über Differenz TK 10:1, da diese Verstärker nicht geerdet werden dürfen. Auch der Minuspol des LS nicht.
Vertikal also 2V/Div.

Der Chip ist nicht defekt....Das ist PWM ungefiltert...klingt prima. Ich schwör's euch. Nur messen kann man SO eben nichts.




Erst mit dem Filter wird es "schön"...Hätten die wenigsten wohl so vermuter, oder?
Die schnelle Verfügbarkeit eines "Labors", und die praktische Beschäftigung mit den Dingen, ist ein sehr großes Vorteil.
Die Phase ist am TK versehentlich um 180 Grad gedreht worden....Spielt hier und jetzt keine Rolle.


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08.01.2026 18:21
avatar  wdjn
#6
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Ich mag die kleinen Kecksdosen, verwende selber ein Aiyima A80 am Schreibtisch.


Gibt's für ha 150 Euro beim Ali inkl Netzteil.

Reicht vollkommen.

Auch die bastelplatinen müssen nicht schlecht sein.

Kommt eben auch auf m Verwendungzweck an.


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09.01.2026 10:45 (zuletzt bearbeitet: 09.01.2026 11:01)
avatar  Scope
#7
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Die holen sogar 600 W aus dem TPA2355.
Wahrlich Zauberhaft


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09.01.2026 18:51
avatar  wdjn
#8
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Und das aus einen 48V 5A Netzteil, schon nicht schlecht ^^

Aber Schneider hatte das auch 1000Watt PMPO


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03.07.2026 13:56 (zuletzt bearbeitet: 03.07.2026 19:52)
avatar  Scope
#9
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Leider scheint ein original AP AUX 0025 für einen halbwegs passablen Preis nicht in Sicht.
Das günstigste Angebot für ein ziemlich gebrauchtes Gerät lag um 1000 €, was für mich inakzeptabel ist. Die Hälfte hätte ich locker gemacht.

Da ich seit mindestens 10 Jahren einen AP Switcher im Schrank liegen habe, und man den praktisch nicht verkaufen kann, habe ich beschlossen,
ein AUX 0025 in das Gehäuse zu bauen. Dass der Switcher dafür sterben muss, ist schade, besonders da er neu ist, aber so elegant kommt man sonst nicht mehr an ein gutes Gehäuse. Lediglich die Frontplatte muss aus 2mm Aluminium neu angefertigt und lackiert werden.

Zurzeit räumt Pollin das Lager und verscherbelt spannungsafeste Folienkondensatoren zu sehr günstigen Preisen. 50 Stck für teilweise um die 5 €.



Vier XLR Kupplungen, bzw Stecker werdn wiederverwendet., zusätzlich wie beim Original für jeden der beiden Kanäle zwei Bananenbuchsen am Eingang.
Da die XLR´s wie beim Original hinter der 2 mm Frontplatte befestigt werden, müssen die Ausbrüche auf ca. 0,2 mm genau gebohrt oder gestanzt werden. Da darf man also nicht schludern....
Hoffentlich bekomme ich das hin, sonst muss ich auf aufgesetzte Terminals ausweichen.


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03.07.2026 15:21
avatar  hififan
#10
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Aber Du hattest doch schon einen selbst gebauten, oder?

Die Kunst, sehen zu können, ist eine wunderbare Gabe, und wer noch staunen kann, wird auf Schritt und Tritt belohnt. (Oskar Kokoschka)

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03.07.2026 15:36 (zuletzt bearbeitet: 04.07.2026 13:32)
avatar  Scope
#11
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Das war lediglich eine Einkanal-Version. Im Prinzip reicht sie aus, man muss dann umstecken. Das ist auch
ein Grund dafür, die 1000 € anderswo auszugeben.
Die fehlenden Teile für das aktuelle Gerät bleiern knapp unter 50 €, und die einfache Version verkaufe ich dir,
da du ja fast täglich im Labor ABHÄNGST.


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09.07.2026 19:58 (zuletzt bearbeitet: 10.07.2026 18:06)
avatar  Scope
#12
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Für die wenigen Bauteile habe ich keine Platine erstellt, sondern Punkteaster verwendet.
Also genau wie in der ersten Version.
Der eigentliche Aufwand wird erst mit dem Gehäuse fällig, an dem ich irhgendwann in den nächsten Tagen starten werde.



Erwartungsgemäß arbeitet das Filter wie gewünscht mit etwa 35-40 dB Dämpfung bei 200 KHz, und fast 50 dB bei 250 KHz
Blau ist die erste Version, rot die aktuelle. Die Differenzen sind vorwiegend in den verwendeten Induktivitäten zu suchen.





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13.07.2026 20:11 (zuletzt bearbeitet: 14.07.2026 16:21)
avatar  Scope
#13
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Die 24mm Bohrungen habe ich mit dem Stufenbohrer auf der Tischbohrmaschine gebohrt. Sorgfältiges anreißen, 1A Körnung und 1,5 mm vorbohren.
Alle vier Aussparungen müssen "sitzen", da praktisch keine Möglichkeit besteht, die Buchsen im Gehäuse zu bewegen. Die "Maske" und die vier gesenkten Befestigungsschrauben erlauben nur minimale Toleranzen.

Habe vorsorglich zwei Fronten geschnitten, aber es hat schon mit der ersten geklappt. Die vier Ecken bekommen noch 5er Radien, dann wird geschliffen, Grundiert, und alles in AP- S2 Anthrazit matt lackiert.

War unterm Strich schon etwas Aufwand, und WENN es möglich gewesen wäre, ein Original für 500 € zu bekommen, hätte ich sicher eins gekauft.

Warum man alle Zusatzgeräte wie die Switcher, das DCX, oder den Serial Imterface Adapter etwa 3 mm breiter als das S1 und S2 gemacht hat, weiß man wohl nur bei AP.




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17.07.2026 14:29
avatar  Scope
#14
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Endlich fertig....


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19.07.2026 10:54
avatar  wdjn
#15
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Warum nun andere Buchsen?

Ist Wechselstrom...schon klar.

Gut umgesetzt!


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