Jungson JA-99c

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03.10.2025 19:52 (zuletzt bearbeitet: 04.10.2025 11:12)
avatar  Scope
#31
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Alles Scheiße, würde ich pauschal nicht behaupten. Es ist jedoch alles Scheiße, was ich bisher zu sehen bekommen habe.

Zwar gibt es solche Drucker auch für Edelstahl (Pulver) , die damit z.B. wirklich perfekte Auspuffkrümmer drucken können, aber eben nicht für ein paar Tausend Euro in der Anschaffung.

Wenn ich im Internet (oder bei meinem Buddy) die Teile betrachte, die da aus "Würsten" aufgebaut werden, dann ist das nun mal nicht das, was ich gerne haben möchte.

Im Netz gibt es unzählige Links, Bilder und Videos, wo die "Produkte" aus solchen Budget Geräten vorgestellt werden.

Eine Unterlegscheibe, oder einen Hebel für ein Tapedeck bekommt man damit hin....Auch den einen oder anderen Knopf, wenn man keine besonderen Ansprüche stellt. Aber eben keine Oberflächen, die mich irgendwie begeistern würden. Diverse Kleinteole habe ich bereits gedruckt (drucken lassen). Da wo es auf Oberflächen eben nicht ankommt.

Es ist ja nicht so, als hätte ich das alles bisher nie gesehen.

Zeig´doch einfach mal eine Oberfläche, die dein Drucker in der Firma drauf hat. Z. B . einen Deckel.
Oder einen Link, wo ich sowas mal sehen kann.
Das "Problem" ;) ist dasselbe, das "wir" beide schon in der Diskussion über dein wahnsinns Oszilloskop hinter uns gebrachgt haben. Da kommen wir halt nicht zusammen....Müssen wir auch nicht.


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03.10.2025 19:59 (zuletzt bearbeitet: 03.10.2025 20:16)
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#32
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Zitat

Übrigens, mal zum Thema, der Verstärker wirkt schon von den Bildern recht wertig, also kann man sagen das made in China immer besser wird?


Das habe ich überlesen.
Meine 2 cent dazu:

Die Chinesen holen in vielen Bereichen auf und punkten vor allem mit den sehr niedrigen Preisen.
Es gibt aber unglaublich viel "Schrott", der selbst mit den kleinen Preisen kein guter deal ist.

Ich bin der Meinung, dass man deren Produkte separat bewerten muss. Allgemein ist das schlecht möglich.

Die Jungson Endstufe hat preisbezogen durchaus erstaunliches zu bieten. Die Verchromung ist auf AVM Niveau. An der Menge an Metall wird auch nicht gespart.
Dennoch ist sie stellenweise schlampig verarbeitet und technisch alles andere als zeitgemäß.


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04.10.2025 13:45 (zuletzt bearbeitet: 05.10.2025 09:47)
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#33
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Wie erhält man mit minimalem Aufwand an Bauelementen, eine möglichst hochwertige Umsetzung auf ein symmetrisches Signal?
Da gibt es einige Möglichkeiten, aber mit dem DRV134 ist das wohl eine der elegantesten und preiswertesten.

Bestücktes Board für 5 € (Stereo)

https://www.ti.com/lit/ds/symlink/drv134...s=1759500741455


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24.10.2025 18:17 (zuletzt bearbeitet: 26.10.2025 09:40)
avatar  Scope
#34
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Hier geht's nochmal weiter, da die Endstufe auch asymmetrisch betrieben werden soll.

Das "Problem" besteht darin, dass in der Endstufe keine symmetrische Spannung anliegt, die geeignet wäre. Im hinteren Bereich eigentlich gar keine.
Aber es gibt auf der Probetor pcb eine aufbereitete 14V Gleichspannung, die man nutzen kann..

Der DRV124 kann mit -/-5 bis +/-20V betrieben werden. Der einfachste Weg ist nach meinem Dafürhalten ein DCDC Konverter, der gerne von der etwas besseren Sorte sein darf. Davon habe ich einiges vor Ort.

Dieser +/- 12 V Konverter liefert mehr als ausreichend Strom für die beiden Treiber, und er läuft bereits mit 12 V Eingangsspannung stabil, das bei einem 24 V DVDV Konverter nicht selbstverständlich ist.

Den ersten habe ich tatsächlich in Gedanken verpolt. Passiert mir schon mal, wenn auch selten ;) Der zweite war defekt, und mit dem dritten hat alles geklappt.
Einen Großteil meiner gelagerten Konverter sind "pullouts" aus Industrieanlagen. Die hole ich mit Heißluft runter, und da kann es schon mal zu Ausfallen kommen, Muss die mal alle durch testen....Sind um die 40 Stück, alle Sorten, viele Werte.

Die Stromaufnahme der Schaltung liegt um 50 mA.


Die Schaltfrequenz des Konverters liegt mit dieser Last bei etwa 380 KHz und findet sich am Ausgang mit etwa -70 dBV wieder. Der Ripple liegt hier unteri unter 80 mVpp (20 MHz). Die Harmonischen fallen hier naturgemäß nur langsam ab, aber unterm Strich ist das schon ein eher "ruhiger" Konverter, der in deser Anwendung keinen "akustischen Schaden" anrichten kann.



Mit dem Stufenbohrer ein paar Löcher ins Heck gebohrt und alles Nötige eingebaut.


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24.10.2025 18:49
avatar  chm
#35
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chm

Ich verstehe die Aktion irgendwie nicht.
Wäre das nicht mit "Steckeradaptern" gegangen - also ohne zusätzliche Elektronik? Vielleicht bin ich auch im falschen Film...


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24.10.2025 19:09 (zuletzt bearbeitet: 25.10.2025 13:59)
avatar  Scope
#36
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Zitat
Wäre das nicht mit "Steckeradaptern" gegangen - also ohne zusätzliche Elektronik? Vielleicht bin ich auch im falschen Film...



Ja, das geht auch mit einem Adapter....Dann läuft aber nur eine Endstufe. Die andere Schläft dann und hängt mit ihrem Innenwiderstand in der Leitung.
Darum die Phasenumkehrstufe, die immer dann gebraucht wird, wenn man BTL (Brückenbetrieb) haben möchte.

In manchen Stereoendstufen ist eine davon bereits eingebaut, um daraus eine BTL- Monoendstufe zu machen.

In meinem Fall brauche ich zwei, um aus vier Monoendstufen eine Stereoendstufe zu machen,.

Am Eingang der Monos, muss das Signal dann -so- aussehen, was mit einem passiven Adapter nicht machbar ist.



Da der AP-Generator (weiter oben im Thread) ein symmetrisches Signal bereits liefern kann (wenn mem es möchte), konnte ich auch ohne Umkehrstufe testen.
Wichtig ist, dass in so einem Fall der Minuspol des Lautsprecherterminals nicht geerdet werden darf. Es muss "floaten", da sonst ein Verstärker kurzgeschlossen wird.

Das ist noch von den alten, leistungsstarken Autoradios mit BTL bekannt, die beinahe regelmäßig falsch angeschlossen und zerstört wurden.
Im Netz gibt es viel zu lesen....

Die einfachste Lösung sieht so aus, ist aber nicht die am schnellsten aufgebaute, da das verwendete Fertigmodul mit der roten Platine unter 2 Euro kostet, und bereits bestückt ist.
https://www.arduinotehniq.com/index.php/...wer-amplifiers/


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24.10.2025 19:32
avatar  chm
#37
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chm

Ah okay, ich glaube ich hab's verstanden - danke für deine ausführliche Erklärung.


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25.10.2025 17:00
avatar  wdjn
#38
wd

Auch bei Autoverstärkern, gab es oft Probleme im Brückenbetrieb, wobei dort oft die Impendanz missachtet wurde...

Musik....Musik aus...Sicherung ausgelöst...eine grösser Sicherung eingesetzt....Musik....Musik aus...Schaltnetzteil fritte ^^

Irgendwann war ich es dann leid zu helfen weil "Sie" es eh nicht kapieren wollten und lernen geht bei einigen halt nur wenn es Geld kostet:
"Kauf dir ne neue, Thema durch..."

Ich gucke immer mal wieder bei Ali, eventuell gönne ich mir auch mal so einen China Verstärker.


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25.10.2025 17:30 (zuletzt bearbeitet: 26.10.2025 09:32)
avatar  Scope
#39
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Wenn der auch nur ein Bisschen was taugen, geht das bereits ins Geld. EUST und Fracht beachten.

In der Regel würde ich einen gebrauchten Japaner (auch defekt) vorziehen.


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26.10.2025 15:26 (zuletzt bearbeitet: 26.10.2025 20:16)
avatar  Scope
#40
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Die Jungson kann jetzt eingelagert werden ;)

Unterm Strich kann das Gerät - messtechnisch betrachtet - nicht überzeugen und erinnert stark an so manches Röhrengerät...Nicht an das beste, auch nicht an ein schlechtes.

Während die Verzerrungen gerade bei kleiner Leistung im Rahmen bleiben, sind die Störabstände nur als "gerade noch ausreichend" zu bezeichnen.
Ob man in Verbindung mit einem Hochwirkungsgrad-Lautsprecher Probleme in der Praxis bekommt, glaube ich aber (noch) nicht.

In Bezug auf 2,83V, 8R werden auf einem Kanbal bewertete 80 dBA, auf dem anderen 79,3 erreicht. Kein gutes Ergebnis, aber so ist es nun mal. Ein Anstieg des Rauschflurs ist durch die zusätzliche Elektronik (den DCDC Conv.) entstanden.....Nichts, was mich beunruhigt, aber nun mal da.
Das Problem mit dem Ripple haben einige "historische" Class A Verstärker. Einer mehr, der andere weniger. Das liegt schon daran, dass der Ripple unter allen Bedingungen maximal ausfällt. Eine schwache psrr kommt hier noch dazu.

Die VAS wird hier sogar über geregelte Spannungen betrieben.

Letzter Terst, diesmal mit beiden Kanälen:



2,83V, 8R, L&R
Ein Kanal mit deutlichen Netzzstörungen , der in der entsprechend erst unbewertet gemessen zum Tragen kommt.
Das ist nicht der Nachrüstung geschuldet und auch symmetrisch angesteuert zu beobachten.
Sehr aufwendig, das zu beheben oder zu reduzieren.


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26.10.2025 16:44 (zuletzt bearbeitet: 26.10.2025 20:23)
avatar  Scope
#41
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Jetzt hat mir das Teil doch keine Ruhe gelassen. Drum hab ich´s vorhin hochgeschleppt....Runter geht die aber nur noch mit einem zweiten "Mann"....
Man soll´s ni cht übertreiben....Irgendwann mach ich den Auerbach. ;)

Gleich vorweg...Der ""brummende" Kanal ist hörbar, wenn man mit dem Ohr direkt an den Lautsprecher geht. Also wirklich mit dem Ohr im Konus.
Rauschen ist in abgeschlossenem Zustand (also an einer Quelle) nicht hörbar.
Wenn man Hochwirkungsgrad-Lautsprecher im Nahfeld benutzt, müsste man die Ursache dafür suchen und beheben.

Das geht mir aber momentan zu weit, eventuell später, zumal das Gerät hier nie verwendet wird. Und zwar nur aus ökonomischen Gründen, denn der "sound" ist gut.



Nun kann man in einer Stunde sicher nicht viel testen, aber was ich schreiben kann, ist, dass die schwache Dämpfung keinen direkt bemerkbaren Charakter erzeugt. Dafür ist sie noch zu hoch. Ich hätte wieder mal keine Chance, diese Endstufe von meiner verwendeten Parasound zu unterscheiden. Da ist einfach zu wenig, an das man sich klammern könnte.
Da klingt nichts breiig, wummrig oder zu spitz. Die Leistung reicht für die 920er auch vollauf.


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06.11.2025 20:01 (zuletzt bearbeitet: 07.11.2025 11:58)
avatar  Scope
#42
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Heute haben ein Bekannte rund ich, das Gerät wieder in den Keller geschleppt. Mit dem bisherigen Ergebnis kann man zwar leben, aber wenn man mit dem Ohr direkt an der Mempran klebte, war ein Kanal nicht ganz still....Ein Zustand, der nicht sein muss.

Also nochmal überarbeitet, den Konverter habe ich nicht mehr verwendet. Zwar war er trotz messbarer Störungen nicht für das Problem
verantwortlich, aber da das gesamte "Grounding" neu aufgebaut werden sollte, habe ich gleich zwei Längsregler eingebaut. Die werden von den +/-30 Volt angesteuert, die weiter vorne im Gerät anzapfbar sind. Das Platinchen verschwindet am Ende unter der Trafohaube.



Nach einigen Sackgassen wurde es letztendlich so gemacht.


Man darf nicht vergessen, dass hier zwei Verstärker in Serie geschaltet wurden, was per se für mehr Störspannung sorgt. Dazu kommt der klassische Class A Betrieb, der geringen Brummspannungen nicht unbedingt zuträglich ist. Drum sind die Werte auch im symmetrischen Betrieb (ohne den Zusatz) bestenfalls als "befriedigend bis ausreichend zu sehen.

Unbewertete Störspannung am Ausgang, bei 600 ohm Abschluss des Eingangs etwa 520 µV, bewertet 250 µV.
Zum Vergleich: Eine "normale" japanische AB Endstufe liegt um 100-200 µV unbewertet, Spitzenmodelle auch darunter.

Wichtig ist, dass der Verstärker in der Praxis jetzt absolut "brummfrei" ist.

Damit kann ich leben. Bezug 1W, 8R. THD&N jetzt 0,013 % (20 KHz bw)


Nochmal THD unter gleichen Bedingungen gemessen:



Das Relais musste natürlich auch poliert werden. Das war´s aber jetzt auch mit dem Jungson.


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