Philips BDP 3300/12

11.09.2025 22:08 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2025 10:38)
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#1
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Der Philips BDP ist ein Multiformat Spieler, der Neben Blu-Ray und DVD zumindest rein theoretisch auch CDs
abspielen kann.
Als absolutes Budget Produkt, kann er aber optisch, und vor allem haptisch keine Hi-Fi Liebhaber überzeugen.
Das Gehäuse ist ultra-leicht, aus extrem dünnem Blech gefertigt, und das Laufwerk erinnert an das eines Radioweckers mit CD Funktion.

Das Gerät stammt aus der Familie und sollte entsorgt werden. Da ich Nachhaltigkeit "lebe", werfe ich Dinge nur dann weg,
wenn gar nichts mehr zu machen, oder zu verwenden ist.
Vielleicht kann ich mit dem Gerät irgendwann jemandem eine Freude machen.

Der Player machte Probleme beim Bootvorgang, also dem Laden der Software, und weigerte sich in den allermeisten Fällen, komplett hochzufahren.
Drum steckte wohl auch noch eine CD im Gerät, die ich selbstverständlich zurückgeben werde ;



Bei solchen Fehlern fängt man mit der Suche beim Netzteil an. Das SNT liefert 12 und 5 V, die 24/7 anstehen. Einen harten Netzschutzalter gibt es wie üblich bei solchen Geräten nicht. Drum hätte es gut sein können, dass der eine oder andere Elko trocken ist.
Doch bevor ich meine guten CapXon KZ einköten konnte, stand bereits nach einigen Messungen fest, dass alle Elkos
in perfektem Zustand waren. Ripple war nicht zu messen, ESR und Kapazitäz perfekt.

Ist das High End , oder kann das weg?

Mehr braucht man hier nicht.

Der Fehler musste also auf dem Mainboard zu finden sein. Eine Reparatur auf Bauteilebene war hier nie vorgesehen.
Das sind Wegwerfprodukte.


Was man in so einem Fall aber durchführen kann, ist ein sog. " Reflow". Dabei wird das Board auf einem Preheater auf etwa 350 Grad erhitzt. Nicht zu lange, und nicht zu schnell....Stellenweise kann man auch etwas Flux zuführen, und dann ein wenig darauf hoffen, dass wieder alles spielt.
Oft klappt das, aber eben nicht immer.

Mein "Puhui" IR-preheater Wie der BDP aus China.




Das Mainboard hat nicht mal jewel-case Abmessungen.
In der Mitte der gekühlte ASIC, der fast alles beinhaltet. daneben (ähnlich einer Graka) zwei Rams (Videospeicher). Links mit der kleinen Kühlfläche der Servotreibe für das Pickup, Spindel und die Lade, rechts davon der Chip mit der Firmware. ganz oben vor den Cinchbuchsen ein Audio Line driver mit variablem gain, der direkt vom DAC (im Asic) bedient wird.
Der Asic ist extrem hoch integriert. In älteren Multiformat Playern waren dafür locker 5 bis 10 große Chips auf 2 oder 3 Boards nötig.
Anfreunden kann ich mich mit solcher Hardware aber nicht.

Der Reflow war erfolgreich....Wie lange das anhält, ist eine andere Frage.

Das Laufwerk....Weniger geht nicht. Dennoch genug, um alle Formate perfekt zu lesen. Wenn auch nicht auf ewig ;)



Stellt sich die Frage, wie gut das Gerät als CD Spieler performt....Dazu ein paar Messungen.
Heute war es schon zu spät, aber morgen werde ich damit Musik hören und berichten....
Sie Bedienung ist vergleichsweise "zäh" und langsam. Auch das Display reagiert verzögrtz.
Hört man eine CD aber einfach durch, spielt das keine Rolle.



Ein paar Messungen:

Erst mal das übliche:
Amplitudenfrequenzgang 0DBFS, das entspricht hier 2,02Veff. Erwartungsgemäß perfekt.


FFT 997 Hz -60 dB, alles sehr ruhig, wenn man bedenkt, um welche Hardware es gerade geht.


Nochmal FFT 997 Hz, Vollaussteuerung. Das sind 0,004% THD&N. Alles gut.


Netzstörkomponenten, Ref. 997Hz, 0dBFS. Sehr sauber für ein Gerät dieser Klasse.



Es gibt auch nur sehr wenig Jitter zu messen. Vorwiegend Rauschen. Die Messung hat es aber nicht auf den USB Stick geschgafft.
Copy-->NIL


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12.09.2025 13:29 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2025 16:33)
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#2
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Bei all dem Traffic und dem unglaublichen Mitteilungsdrang in diesem Forum , habe ich es geschafft,
diesen wunderbaren Faden weiterzuführen.

Ich fasse mal zusammen: Materialien und Haptik "fünf- " , Verarbeitung eine "drei" , Technische Daten "zwei". OK, will keiner wissen...Aber wie klingt er denn jetzt?

Klangbeschreibungen irgendwelcher Leute (in diesem Fall bin ich das), dienen der puren Unterhaltung. Mekr kann, 8und sollte da nicht erwartet werden.
Das liegt in erster Linie daran, dass "wir alle" so unglaublich unterschiedlich gestrickt sind. Das sieht man ja bereits im "ich höre gerade" Faden....Da prallen Welten aufeinander..... iss halt so.

Da ich den "offenen" Hörvergleich zusammen mit einem guten Bekannten durchführen möchte, wird das wohl noch etwas dauern.
Er ist absoluter Vinylfan mit zwei Hörräumen, von denen aber keiner an die Akustik in meinem kleinen Kino heranreicht.
Der "sound" gefällt ihm dort sehr gut.

Vor einigen Wochen erzählte er mir, er habe bei einem Bekannten einen CD (DVD) Player gehört, der einfach nur grausam klang.
Nachfragen, welcher, wie, warum usw....laufen wie immer ins Leere ;) Es war DORT eben so....Punkt.
Mal sehen, wie er diesen echt fiesen Philips beurteilt.

Das wird kein Blindtest, sondern einfach nur die Einholung einer "Meinung" ;

Damit der Philips gut steht gobt´s frei Kegelfüsse und angemessene Kabel (Mogami 2316). Nicht, dass mir da von seiner Seite Klagen kommen.

Gleich doppelt so schwer wie vorher Erdig!




Mogami 2319. Double shielded OFC copper + semicon.... Eine Sound GRANATE mit kontruriertem Grundton , tollem Timbre und abgrundtiefem Bass.
Der Player hat eine sehr niedrige Ausgangsimpedanz...Hier hätten auch angefeuchtete Schnürsenkel gereicht. So siehts aber besser aus.


Natürlich habe ich gleich einen ersten Soundchecl gemacht...Mit NORMALER Musik....Also nicht die üblichen "Geräuschtracks", die in Vorführungen irgendwelcher 300K Anlagen gerne genommen werden....(Walking on the moon , nur Sax und 2 Trommelstöcke ) ...Ihr wisst, was ich meine?

Und da gibt es keine Spur von "total schlecht" Alles geradezu wunderbar.

Was man hier auch nicht vergessen sollte: In den Foren finden sich zahllose Berichte von Leuten, die in ganz normalen "halligen" Wohnräumen hören (müssen), und dazu vermitlich nicht mal einen Bruchteil für ihr Zeug investiert haben...Und trotz all dieser "Defizite" berichten sie von enormen Unterscheiden zwischen Netzsteckern, Unterstellbasen usw...

All das kann nicht mit einem "Istzustand" korellieren, sondern mus mit der Vorstellungskraft (Einbildungskraft) des Hörers zu tun haben.
Der eine hat sie, der andere eben nicht. ;)

Ich kann es nur immer und immer wiederholen:
Schaut man sich die Aussagen diverser Durchgeknallter Feinhörer an, wird gerne in den Raum gestellt, dass sie sehr wohl wissen, dass es da nichts zu messne gibt, weil man eben immer das falsche misst, und "das so deutlich Hörbare" nicht mit diesen rudimentären Messungen erfassen könne.

Was das ist, bleibt aber unklar....Das ist eben "was".

Andersherum wird ein Schuh daraus: Wenn man -wie audh immer "belegen" kann, dass die auf geradezu extremen Differenzen beruhenden Eindrücke tatsächlich vorhanden sind, kann man weiter diskutieren....In der Regel möchte man das alles aber gar nicht...Man möchte andererseits seine Eindrücke aber dennoch immer wieder in den Raum stellen ;)
Ist ja auch nicht verboten.

Aber....Bevor ich alles glaube, und mich groß an die Presse , wende, möchte ich einen Beleg dafür, wenn behauptet wird, dass man jeden morgen von (dem) George Duke geweckt wird.
Ist denn das zu viel verlangt?

Sorry für das Blurring. Der Raum ist selbst bei max. Beleuchtung sehr schummrig, und fürs Stativ war ich auch zu faul.


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12.09.2025 20:03
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#3
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hpk

Hm,

das bestätigt ja auch nur, was ich seit einigen Jahren eh hier im Wohnzimmer praktiziere.

Ein Multiformat-Player.

Hier ein werkelt Gerät von Panasonic und dann ist es auch gut mit den kleinen Scheiben mit Pits and Lands. Dessen Vorgänger war eine PS3. Die steht jetzt im Keller an neben dem Laufband und sorgt dort für Ablenkung, wenn ich mich eh auf dem Band herumquäle. Die eigentlich als Nachfolger geplante PS5 steht in einem der Zimmer der Kinder.

Was ich mich jetzt frage, der vorgestellte Phillips ist ja nun quasi perfekt. Man könnt noch nörgeln, dass symmetrische Ausgänge fehlen.

Wenn der in ein schwereres Gehäuse und mit einem etwas hochwertigen Laufwerk und einer Schublade aus Metall versehen verkauft würde, dann wäre auch meine Vorstellung von Anfassqualität genüge getan.

Wenn nun aber, damit es mehr Eindruck und Geld beim Endverbraucher locker macht, wenn man den Deckel abnimmt, diverseZusatzplatinen und Netzteile und Filter und was auch immer zur Signalverbesserung in so ein Gerät zusätzlich eingebracht werden müssen, werden die Signale messtechnisch wirklich noch deutlich besser? Besser als weniger Rauschen fällt mir gerade nicht ein. Es geht mir nicht ums Erlauschen können. Das ist nicht relevant - also für mich.

Bei der Videosektion, die mit dem letzten Update für 8k-60 Hz 3D UHD auszustatten, wenn es an einen Nachfolger geht, nee, ging, das ist dann ja klar.

Was ich noch nicht gefunden habe, ist ein Gerät, dass BD UHD, BD3D und und auch SACD kann. Ich habe ein ARCAM und ein T&A, die beide DVD und SACD können.

Ging, deshalb, da so meine ich nach BD-UHD jede Aktivität für ein Nachfolgemedium, das besser ist bislang eingestellt wurde, da Streaming besser sein soll, aber noch weit, weit von BD UHD entfernt ist.

Meint Danke, vielen Dank für den Bericht, aber es gibt ja auch nur wenig zu ergänzen.

Neue und alte Gerätschaften - Elektronik fast ausschließlich in Schwarz gekleidet mit so wenig Anzeige als möglich, wenn möglich, gedimmt oder aus.

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12.09.2025 20:45 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2025 20:49)
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#4
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Zitat
Was ich mich jetzt frage, der vorgestellte Phillips ist ja nun quasi perfekt. Man könnt noch nörgeln, dass symmetrische Ausgänge fehlen.



Das ist Auslegungssache. Perfekt ist da abgesehen von der NF, die da rauskommt mal "gar nichts" ;)
Symmetrische Verbindungen im Wohnzimmer, und dann noch im Hochpegelbereich werden gnadenlos überschätzt.
Man gewinnt dort nichts damit.

Die Playstation 3,4 und 5 verbrauchen im CD Audio Betrieb einfach zuviel Strom....Auch ist die der Betrieb ohne Display nicht vorteilhaft. Eine klare Notlösung.

Zitat
Wenn der...


...dann bliebe die träge Reaktion aller Funktionen, und da man für 50 € auf dem Flohmarkt CD Player bekommt, würde ich den niemals als CD Player einsetzen...
Für BD Video hingegen schon, obwohl ich mir da auch eine bessere Haptik wünsche.
Es muss ja nicht so "total budget" sein, wie der Philips.

Mir ging es nur darum, einem guten Bekannten zu demonstrieren, was man "akustisch" erwarten kann.
Bin gespannt wie er reagiert. ;)
Es geht ja angeblich nicht um feinste Nuancen, sondern derartig gravierende Differenzen, dass man es nicht ertragen kann...So steht es immer wieder im Netz.
Welchen Player die damals hatten, werde ich aber sowieso nie erfahren. Eventuell war er auch einfach kaputt....Sowas wird in der Szene ja nie geprüft.....wie auch?

Zitat
werden die Signale messtechnisch wirklich noch deutlich besser?



Nein, nur klanglich.
Habe ich im Netz gelesen!

Zitat
, dass BD UHD, BD3D und und auch SACD kann.


Und als Kirsche obendrauf mit Fach für LD. Das wär's doch.


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12.09.2025 21:06
avatar  hpk
#5
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hpk

Nee, LD ist an mir vorbeigegangen.

Von all den anderen digitalen Datenträgern liegt hier eben noch was herum und ich mag es nicht dafür immer ein Spezialisten hinzustellen, wenn es dafür keinen Grund gibt.

Haptik mag ich schon, hatte ja mal erwähnt, dass ich irritiert bin, wenn sich ein Gerät beim Versuch die Schublade zuzudrücken verschiebt.

Klar, Zubehörspikes darunter jeder 500g und dann hat sich das Thema auch erledigt, sieht aber in meinen Augen eben auch - bemerkenswert - aus. Ich will da nich basteln, sondern für über 150 € erwarte ich so etwas - werde aber immer wieder enttäuscht, Gut überrascht, was dafür an Gewicht ausgeliefert wird.

Der erwähnte T&A kann das auch so, die Schublade benötigt quasi keinen Druck, um die mit der Hand zum Schließen zu bewegen und das Gerät ist trotzdem schwer, ja, der hat neu mehr als 350 € zum legalen Wechseln der Besitzverhältnisse benötigt. Aber gebraucht eben nicht.

Die Zeit zum Einlesen einer Disk halte ich für mich für wenig relevant, bis ich zurück zum Sessel oder Sofa mäandert bin, ist so eine Disk sicher eingelesen.

Neue und alte Gerätschaften - Elektronik fast ausschließlich in Schwarz gekleidet mit so wenig Anzeige als möglich, wenn möglich, gedimmt oder aus.

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