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Marantz CD63 MK II KI Signature
Ich weiss nicht, was, oder wie viel in diesem CD-Spieler von der 2019 verstorbenen Legende Ken Ishiwata erdacht wurde, aber seine Initialen machen sich gut, wo sie auf einem goldenen Schild auf der Frontplatte verewigt wurden.
Er war sowas wie ein Zugpferd, ganz ähnlich wie es Tim de Paravicini am anderen Ende der Welt gewesen ist. Gestorben ist der aber wohl auch in Japan.
Der CD 63 ist aber dennoch in weiten Teilen sowas wie ein Budgetgerät für den Massenmarkt, auch wenn es hier und da mit kleinen Details aus der Welt der Großen daherkommt.
Ein verkupfertes oder eben kupferfarbenes Bodenblech, ein Ringkerntrafo, und zwei der bei Marantz übliche HDAM "Module" , die eigentlich keine eigenständigen Module sind. Sie sind mit ihren je 8 Transistoren fester Bestandteil der Platine, und werden durchaus ansehnlich von je einem Deckelchen bedeckt.

Der verwendete NPS Delta Sigma DAC mit internem Oszillator ist als SMD Bauteil auf der Unterseite verlötet worden.
Direkt rechts daneben erkennt man den direkt daran angeschlossenen Quarz, der zur Vermeidung von Modulationen mit einem Gummiring beruhigt wurde. Das ist bei etwas besseren Geräten häufig zu beobachten. Manchmal werden die Quarze auch nur mit der Platine verklebt, um sie zu beruhigen. Das alles dient der Reduzierung von Jitter und geht manchmal so weit, dass ganze Oszillatorschaltungen an Fedenr oder Gummi aufgehängt werden.
Meine 2 Cent: Zu viel "Tinnef" und Aufwand für (viel) zu wenig Wirkung..
Die letzte Romantik des Gerätes geht leider verloren, wenn man das Laufwerk in Augenschein nimmt. Bereits die Schublade erinnert an ein CD-Rom Laufwerk aus dem PC. Darin werkelt ein CDM 12.1, das immer noch gut und günstig zu beschaffen ist.

Mir ist durchaus bekannt, dass schräge High-Ender selbst einem Laufwerk eine besondere klangliche Note andichten. Alles andere würde mich auch wundern, da es praktisch gar nichts gibt, was keinen direkt hörbaren Einfluss nehmen soll....Jeder Draht, jede Schraube, einfach alles. 
Man muss halt nur empfänglich für sowas sein...
Beim 12.1 ist es in etwa wie mit einem Technics Plattenspieler mit Direktantrieb. Dem würde ich auch das gewisse Etwas abgesprochen, obwohl er nur die Platte drehen muss. Und wenn der Teller nicht wie eine Kuhglocke klingelt, ist das Ergebnis vergleichbar mit dem des 12.1....Ganz wunderbar. Da stimmt alles (so lange es funktioniert) Es fehlt eben die Optik und die Haptik, die bei einem großen Laufwerk einfach ansprechender ist.
Ja, auch in diesem Fall gibt es ein paar Falschfahrer ;) , die auch im optischen Design auf Understatement, MDF, oder Sperrholz, oder Hammerschlag stehen. ....So ist das nun mal....
Das 12.1 ist schnell und liest extrem fehlerarm gepresste CD
Mir CD-R hat es als "modernes" Laufwerk auch keinerlei Probleme. Die Fehlerraten bleiben auch hier auf sehr niedrigem Niveau. 
Die Ergebnisse mit CD-R hängen übrigens -auch- vom verwendeten CD-Brenner, dem CD-R, und der Behandlung und Vorgehensweise ab.
Wenn eine vom CD-Brenner erstellte CD im PC-Laufwerk fehlerarm gelesen wird, bedeutet das nicht zwingend, dass irgendein CD Player den CD-R genau so problemlos lesen kann.
Optischer Ausgang und Koax.

Ein paar Messungen zur reinen Kontrolle:
Amplitudenfrequenzgang Vollaussteuerung: Alles gut.
FFT, 997 Hz, Vollaussteuerung. Das sind keine Netzstörungen. Die Störungen verschwinden völlig, wenn die Messfrequenz >3 KHz liegt 
Sie sind viel zu gering, um irgendwtwas zu bewirken. Die Ursache ist mir nicht bekannt.
Sie verschwinden -auch- wenn der Pegel der Messfrequenz (997Hz) z.B. unter -20 dBFS fällt.
Wandlerlinearität tadellos. Man darf aber die Frage stellen, -was- der Bandpass um -110 DBFS darstellt. Ist es "nur" das eigentloiche Signal auf der CD (500 Hz gedithert) , oder "irgendwas", oder zumindest etwas Zusätzliches im Durchlassbereich des Bandpass?
Wie auch immer, das will spätestens unter -80 dBFS auch keiner mehr so genau wissen. ;) 
Zum Spaß nochmal den 3561 angeklemmt... Außer Aliasing und Rauschen ist da erwartungsgemäß nichts zu erkennen.
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